DER MATERIALISAMUS DER NICHT-ACHTSAMKEIT

Der gewöhnliche, nicht meditative Geist verhält sich vollständig materialistisch. Wenn die Situation  für die speziellen individuellen Bedürfnisse eines Einzelnen mit angenehmen Gefühlen verbunden ist,  dann belohnt dieser Einzelne diese spezielle Situation, d.h. sich und die Welt, mit Anerkennung, mit Wohlwollen, mit Zustimmung und Annahme.

Wenn die Situation aber nicht angenehm sein sollte, geschieht das Gegenteil. Das heißt: wenn ich etwas bekomme – und nur dann – gebe ich auch etwas. Und wenn ich das Gegenteil von dem bekomme, was ich will, dann reagiere ich entsprechend: durch Ablehnung.

Der meditative Geist verhält sich vollständig anders. Er begibt sich in eine Situation und nimmt sie an, wie sie auch sein mag. Das gelingt sicher nicht immer – aber das ist die Übung, von Anfang an. Das Angenehme anzunehmen ist ja nicht so schwierig. Aber der meditative Geist übt sich darin, eben auch das Unangenehme anzunehmen. Damit nimmt er die Situation an sich an, damit nimmt er das Leben an, damit lebt er erst wirklich. Nur der meditative, achtsame, offene Geist lebt wirklich.  Der nicht meditative, gewöhnliche, unachtsame Geist erleidet das Leben.

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