Kein Spiegel wie dieser

ANMELDUNG ZUM MEDITATIONS-WEBINAR VOM 19.11.
„LIEBE OHNE LEIDEN – ERWACHTE BEZIEHUNGEN“

W - Spiegel DE 11-19

Da wir unser Leben und unsere Welt mit unseren Gedanken erschaffen, ist die Welt, wie wir sie wahrnehmen, immer ein Spiegel unseres Bewusstseins. Dies mag unserem Verstand und vor allem dem unbewussten Teil unseres Bewusstseins, dem inneren Denker, seltsam erscheinen, da er allein in trennenden Kategorien denkt und deshalb streng zwischen ”mir” und ”meiner Welt” unterscheidet. Aber dies ist die begrenzte, trennende Logik des Denkers, sie hat nichts mit der Realität zu tun. In der Realität ist es unser Bewusstsein, dass erschafft, was wir für die Welt um uns herum halten. 

Wir sind also von Spiegeln umgeben. Spiegel haben einen klaren Nutzen. Sie zeigen uns, was wir selbst – ohne einen Spiegel – nie sehen könnten. Wenn ich mein Gesicht sehen will, brauche ich unbedingt einen Spiegel. Ohne einen Spiegel kann ich mein Gesicht nicht sehen, das ist und bleibt unmöglich. Der Spiegel ist also unverzichtbar und sehr kostbar.

Alles um uns herum ist ein Spiegel unseres Bewusstseins aber einzelne dieser Spiegel haben eine besondere Qualität, weil sie zu uns in einer besonderen Beziehung stehen. 

Manche Spiegel sind besonders denn wir können sie nicht außer Acht lassen. Wir können nicht so tun, als ob sie nicht da wären, wir müssen sie wahrnehmen. Nach meiner Erfahrung als Mensch, als Meditierender und als Therapeut sind es vor allem drei Spiegel, die wir nicht umgehen können und die uns deshalb mit einer gewissen Brutalität in jedem Fall klarmachen, was in uns selbst wirklich los ist:
1. Unser Körper
2. Unser Partner
3. Unsere Kinder  

Diese drei ”besonderen Spiegel” decken unterschiedliche Bereiche unseres Lebens ab. Unser Körper zeigt uns ganz elementar was und wie wir denken, welche Emotionen diese Gedanken generieren und wie diese sich als Körperempfindungen, Symptome und schließlich als Krankheiten manifestieren, wenn wir nicht bereit sind hinzuschauen und uns unsere unbewussten Gedanken bewusst zu machen. Unser Körper zeigt uns also sehr direkt und manchmal ziemlich brutal: ”So denkst du.”

Unser Partner ist der Spiegel, der uns klar macht: ”So liebst du (dich)” und unsere Kinder sind der Spiegel, der uns zeigt: ”Das folgt dir.”

Wenn wir uns die oben aufgeführte Liste der unbewussten Erwartungen an unsere Partner einmal genauer anschauen (siehe Artikel „ERWARTUNGEN SIND DER TOD DES GLÜCKS„) und sie auf ihre Spiegelfunktion hin untersuchen, dann wird schnell deutlich, wie unschätzbar kostbar der Spiegel ist, den dein Partner, deine Partnerschaft im Allgemeinen oder dein Alleinsein für dich darstellt. Erinnern wir uns noch einmal daran, dass die Welt um uns herum – und also auch unser Partner – unser eigenes Bewusstsein spiegelt. Der unbewusste Denker in uns richtet nun den Blick auf ein scheinbares ”Außen” und sucht dort den Schuldigen und die Ursache für den selbst erschaffenen Mangelzustand. Die Spiegelfunktion besteht nun darin, diesen nach außen gerichteten Blick zurück in unser Inneres zu reflektieren. Wir drehen also einfach jede der Erwartungen an den Partner um und richten sie wie folgt an uns selbst:

  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss mich verstehen”.
    Umkehr nach innen: ”Ich darf mich verstehen.”
    Dies bedeutet, dass ich zu wenig Verständnis, zu wenig Geduld, zu wenig liebevolle Nachsicht und zu wenig echtes Interesse für mich selbst aufbringe. Dadurch erschaffe ich einen Mangel an Verständnis in mir und der unbewusste Teil meines Bewusstseins macht dafür den Partner (außen) verantwortlich. Wahr ist, dass der Partner mir – zum Glück – in genau dieser Weise zeigt, welchen Mangel ich in mir selbst erschaffe. Der Partner macht nichts falsch. Im Gegenteil: Nur in dieser Weise kann er mir helfen. Dies hat nichts mit der Frage zu tun, ob das Verhalten des Partners an sich (und für ihn/sie selbst) gut oder richtig ist. Für mich ist es so das einzig richtige, sehr kostbar, unverzichtbar und verdient unbedingt Dank und Wertschätzung. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat Zeit für mich zu haben”.
    Umkehr nach innen: Ich darf Zeit für mich haben.
    Ganz offensichtlich kümmere ich mich nicht oder zu wenig um mich selbst, verbringe keine oder zu wenig Zeit mit mir selbst, weiß wenig oder nichts mit mir selbst anzufangen und projiziere diesen Mangel auf meinem Partner (nach außen). Wieder können wir nur dankbar sein, dass unser Partner uns dies zeigt. Wir machen uns diese unbewusste Erwartungshaltung in uns bewusst und beschäftigen uns mit dem wirklichen Thema: Wieviel Zeit verbringe ich mit mir selbst? Wie viel Zeit habe ich für mich selbst?  
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner darf nur mich lieben.”
    Umkehr nach innen: Ich darf nur mich lieben.
    Wenn ich eifersüchtig darüber wache, dass mein Partner nur mich liebt, dann zeigt das eindeutig, dass ich mich nicht liebe. Ich erschaffe diesen Mangel an Liebe für mich selbst und die Liebe meines Partners wird deshalb zur einzigen Liebe, die ich zu haben glaube und die ich deshalb keinesfalls verlieren darf. Das Thema ist also der Mangel an Selbstliebe und nicht die Möglichkeit, dass mein Partner sich in einen anderen Menschen verliebt. Wenn ich in der Selbstliebe bin, habe ich vor dieser Möglichkeit keine Angst, denn ich habe nichts zu verlieren. Ich liebe mich. Das kann mir keiner nehmen. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat mich zu trösten.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mich mehr trösten.
    Offenbar habe ich ein Gefühl der Traurigkeit in mir und bin nicht bereit, es wirklich zu fühlen und anzunehmen. Deswegen erwarte ich dies von meinem Partner, der dies aber unmöglich leisten kann, wenn ich es nicht selbst zumindest beginne. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat mir Zärtlichkeit zu geben.”
    Umkehr nach innen: Ich darf zärtlicher (liebevoller, nachsichtiger, geduldiger) zu mir sein. Ich darf mir und speziell meinem Körper, meiner Haut und meinen Sinnen mehr sanfte, angenehme, zärtliche Dinge gönnen, wie zum Beispiel ein heißes Bad, das Liegen im warmen Sand am Meer oder eine Massage. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat mir Geschenke zu machen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mir Geschenke machen. Oft. Schöne und teure Geschenke. Nur für mich. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss mich sexuell befriedigen.”
    Umkehr nach innen: Befriedige ich meine Bedürfnisse? Müssen Konflikte und Spannungen in mir befriedet werden? Wie sexy finde ich mich und mein Leben? 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss meine unangenehmen Eigenschaften tolerieren.”
    Umkehr nach innen: Ich darf meine unangenehmen Eigenschaften tolerieren, ohne mich dafür zu verurteilen. Ich darf aufhören, Perfektion von mir selbst zu verlangen.  
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss mich attraktiv finden.”
    Umkehr nach innen: Finde ich mich attraktiv? Wie viel tue ich für meine Attraktivität? Gebe ich meinem Körper, meiner Gesundheit, meiner Kleidung und meinem Aussehen im Allgemeinen die Wertschätzung und Zuwendung, die ich mir von meinem Partner wünsche?
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss sich für die Dinge interessieren, die mich interessieren.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mich für die Dinge interessieren, die mich interessieren. Ohne meinen Partner. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat alle sonstigen Freundschaften oder Interessen der Beziehung zu mir unterzuordnen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf alles Übrige und alle anderen Menschen der Beziehung zu mir selbst unterordnen. Ich darf endlich ganz entschieden der wichtigste Mensch in meinem Leben werden. Ich darf verstehen, dass dies Selbstliebe ist, die allen zugute kommt. Es ist das Gegenteil von Egoismus, es ist die Voraussetzung für Hilfe, Verständnis, Mitgefühl und Liebe zu anderen.
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss mir Mut machen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mir (d.h. meinem unsicheren inneren Kind) mehr Mut machen. Ich darf mit dem Gegenteil von Mut, mit der Angst in mir, in Verbindung treten, darf sie fühlen und annehmen. Ich darf das Licht der Selbstliebe in die Dunkelheit meiner Angst richten.
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat mich zu unterstützen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mich selbst unterstützen (weniger verurteilen, weniger von mir fordern, weniger unter Druck setzen, mir selbst gegenüber dankbarer sein, meine kleinen und großen Erfolge wahrnehmen und feiern). 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat an mich zu glauben.”
    Umkehr nach innen: Ich darf endlich an mich glauben. Ich darf mich endlich mit der Frage beschäftigen, welches mein wahres Potenzial, welches mein Ziel und welche meine Träume in diesem Leben sind und darf beginnen, sie täglich in die Tat umzusetzen und so den Glauben an mich selbst täglich wachsen zu lassen.
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat meine Freunde und Familie zu akzeptieren.”
    Umkehr nach innen: Ich darf meine Freunde und Familie akzeptieren, darf die Themen und Konflikte, die ich mit ihnen habe, liebevoll betrachten, die Unbewusstheit darin überwinden, die dadurch generierten Emotionen fühlen und meine eigenen Konflikte mit Freunden und Familie schrittweise mehr und mehr lösen.” 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat mir zu vertrauen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mir selbst vertrauen. Ich darf erkennen, welche Stimmen des Misstrauens in meinem unbewussten Gedankenfluss sprechen, darf ihnen bewusst zuhören und sie durch die Bewusstheit schrittweise in Vertrauen zu mir selbst verwandeln. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat an mich zu denken und hat dies in bestimmten Momenten (Geburtstage, Jahrestage) zu beweisen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf häufig an mich selbst denken, darf mich immer wieder daran erinnern, dass ich selbst der wichtigste Mensch in meinem Leben bin und darf diese Liebe zu mir selbst in bestimmten Momenten auch feiern und zelebrieren.

Dies ist das Ergebnis der Verwandlung von Unbewusstheit in Bewusstheit.
Dies sind die Feststellungen desjenigen Teils unseres Bewusstseins, den ich den inneren Buddha oder den Beobachter in uns nenne und den wir in unserer täglichen Meditationspraxis systematisch trainieren und stärken. Wie wir sehen, bleibt von den unbewussten Erwartungen der ersten Liste nichts übrig. Keine jener Erwartungen war richtig, wahr oder hilfreich. Die erste Liste war ohne Ausnahme eine Lügenliste. Jede dieser Erwartungen an deinen Partner war in Wahrheit eine liebevolle Einladung des Lebens an dich, die Mangelzustände zu erkennen, die dein unbewusstes Denken in dir selbst erschafft. 

Stattdessen haben wir jetzt eine neue Liste von hochinteressanten Tatsachen über uns selbst und wissen mit ihrer Hilfe sofort sehr genau, worum es geht und was wir tun können. Dies alles haben wir unserem Partner oder unserem Alleinsein zu verdanken, genau so wie er/sie/es ist und nicht anders. Dein Partner, deine Partnerschaft oder dein Alleinsein sind – genauso wie sie sind und nicht anders – ein unschätzbar wertvoller und perfekter Spiegel, der nie fehl gehen kann, der dir nichts falsches über dich zeigen kann. 

Es gibt keinen Spiegel wie diesen. Sei dankbar, schau hinein und entdecke die Selbstliebe, dann wird der Spiegel dir sehr bald eine schöne und wohltuende Antwort geben und sie wird immer lauten: ”So liebst du dich selbst.”

ANMELDUNG ZUM MEDITATIONS-WEBINAR VOM 19.11.
„LIEBE OHNE LEIDEN – ERWACHTE BEZIEHUNGEN“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s