Geh gelassen durch unruhige Zeiten

Geh gelassen durch unruhige Zeiten

Du fühlst jeden Schritt bewusst. Du spürst kleinste Details des Fußkontaktes und der Bewegungen deiner Beine, deiner Arme, deines Rückens. Je bewusster dein Schritt wird, desto mehr gehst du um zu gehen, nicht um anzukommen. Je bewusster dein Schritt wird, desto mehr lässt du dich von all dem überraschen und begeistern, was dein Verstand übergeht und als bekannt und unerheblich betrachtet.

So gehst du mit Freude, in der Freude und immer mehr in die Freude, tiefer und tiefer. Jeder Schritt ein Genuss, egal wo und egal wohin. Egal auch, wie momentan deine Lebenssituation ist, denn deine Lebenssituation ist nicht dein Leben. Dein Leben ist jetzt, ist dieser Schritt, dieses Gefühl, jetzt, nur jetzt.

Gehst du im Jetzt dann gehst du mit unendlicher Stabilität und Kraft. Gehst du mit jedem Schritt mehr und mehr heraus aus dem Gefängnis der Unbewusstheit und mehr und mehr hinein in die Freude der Bewusstheit, dann gehst du gelassen und frei – auch durch unruhige Zeiten und über holprige Wege. Und es darf dann egal sein, wohin dein Weg genau führt. Er führt dich von selbst, dein Weg. Der Weg selbst ist deine Führung, du wirst geführt, von ihm, von dir und vom Jetzt. Vertraue darauf und genieße. Jeder Schritt zeigt dir: es geht. Du gehst. Bewusst und frei.

DER FREUND

DER FREUND

„Der Atem als Verbindungsstück zwischen Körper und Geist und als bester Freund ist tatsächlich immer da, wenn wir ihn brauchen. Und wir brauchen ihn oft, ja wir brauchen ihn fast immer, denn die Tendenz unseres Geistes, sich zu verzetteln und zu verlieren, alten Gewohnheiten zu folgen und überall Probleme und Schwierigkeiten zu erkennen und auch selbst zu produzieren ist normalerweise stark ausgeprägt.

Doch der beste Freund hat viel Geduld und ist auf sanfte Weise sehr beharrlich. Solange ich lebe, wird er nicht aufhören, seinen Rhythmus fortzusetzen: ein – aus, ein – aus. Ich muss ihn nicht daran erinnern, ich muss ihn nicht darum bitten. Ich muss – oder kann – ihm folgen. Das ist alles. Der Freund reicht mir sozusagen in jedem Moment seine Hand zur Hilfe. Warum sollte ich sie nicht ergreifen?“

„Gehmeditation im Alltag“: http://ow.ly/ZLReK

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„Und über alles legt sich schnell wieder der Schleier der Gedankenaktivität, bald dumpf und diffus, bald in klareren Urteilen, Bewertungen, Kommentaren, Vergleichen etc. Das ist normal und ganz natürlich. Kehren Sie einfach wieder zum Atem und zu dem ruhigen Rhythmus ihrer Schritte zurück: Einatmung – links, Ausatmung – rechts.“

„Gehmeditation im Alltag“: http://ow.ly/ZLReK