Mach mich glücklich!

U-glücklich 11-19

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Der unbewusste Gedankenstrom erschafft eine permanente Illusion des Mangels in uns. Der Denker scheint unaufhörlich zu schreien: ”Mehr. Mehr. Es ist nicht genug!” Nichts, was wir außerhalb von uns selbst suchen und vorübergehend finden, reicht jemals aus, um die Leere zu füllen, die wir in uns fühlen. 

Diese Leere ist völlig verrückt und steht fast immer in eklatantem und offensichtlichem Widerspruch zur sichtbaren Realität. Wir sitzen in unglaublichem Wohlstand und fühlen uns nicht ausreichend reich. Wir sind umgeben von Milliarden Menschen und fühlen uns einsam. Wir haben Zugang zu allen erdenklichen Informationen, Unterhaltungen und Bildungsmöglichkeiten und langweilen uns. Wir leben in unglaublicher Sicherheit und halten den Weltuntergang für nah.

Der Denker erschafft dieses verrückte Leiden durch trennendes Denken. Unser Bewusstsein kann die Welt nur in Polaritäten wahrnehmen, es erschafft einen ständigen Dualismus aller Phänomene und wir sind uns dabei leider meistens nicht der Tatsache bewusst, dass dies nur die Wahrnehmung unseres Bewusstseins ist und nicht die Realität, die eine Realität der Einheit ist – ohne Pole und ohne Dualismus.  Der unbewusste Gedankenstrom wiederholt, vertieft und verewigt diese trennende Wahrnehmung jeden Tag und jede Minute und macht sie zur scheinbaren und überall vorhandenen Tatsache: alles wird Unterschied, Trennung, Isolierung und Vereinzelung, obwohl dies nichts mit der Realität zu tun hat, die nichts anderes kennt als Verbindung.

So ist der sichtbare Wohlstand um uns herum nur der eine Pol der Wahrnehmung, der andere Pol ist zum Beispiel die Sorge, diesen Wohlstand wieder zu verlieren oder die Idee, ihn nicht wirklich zu verdienen oder der Neid gegenüber denjenigen, die noch mehr haben oder die Frage, was all dieser Wohlstand nutzen soll, wo doch so viele andere Probleme bestehen – oder eine Mischung von allen diesen Gedanken und vielen anderen mehr. Wir haben also auf der einen Seite die Realität einer schönen Wohnung, bester Nahrung und guter Kleidung und auf der anderen Seite die illusionären Sorgen, Probleme und Visionen des Denkers. Die Realität der Wohnung, Nahrung und Kleidung kann nur mit den Sinnen gefühlt und erlebt werden – die verrückten und irrealen Sorgen, Probleme und Visionen aber laufen einfach unbewusst in unserem Gehirn ab und zwar ständig und unaufhörlich, wenn wir ihnen nichts Gesundes entgegen setzen, wie zum Beispiel – und am besten – eine regelmäßige und kontinuierliche Meditationspraxis.

Diese krankhafte Illusion der Trennung und Vereinzelung durch unbewusstes Denken aber bleibt nicht allein in unserem Verstand, sie manifestiert sich in unseren Handlungen und in unseren Emotionen, d.h. in unseren Körpern. Das bedeutet, dass die Gedanken des Mangels Emotionen des Mangels erschaffen: Angst, Einsamkeit, Traurigkeit, Wut und Neid zum Beispiel. 

Auf dieser tiefen Körperebene treffen diese unnatürlichen Emotionen des Mangels mit einer natürlichen energetischen Unvollkommenheit den Menschen zusammen: mit der geschlechtlichen Einpoligkeit, mit der Tatsache, dass wir als Frau oder als Mann inkarniert sind und dass wir tief in uns die Vollständigkeit, die Einheit, die Aufhebung der geschlechtlichen Trennung anstreben und ersehnen. In der extremen Körpererfahrung des Orgasmus können wir diese Einheit, diese Aufhebung der Trennung für einen Moment berühren aber dieser Moment ist kurz, die Einheit und Aufhebung der Trennung ist nicht von Dauer.

Wir haben es also mit einem doppelten Mangelzustand zu tun, der zum einen unnatürlich und verrückt ist (das Produkt des unbewussten Gedankenstroms) und zum anderen natürlich und unvermeidbar (der Wunsch, die geschlechtliche Trennung zu überwinden). 

Wenn wir also mit einem unbewussten Geist immer und überall außerhalb von uns verzweifelt nach der Fülle suchen, die den inneren Mangel des Denkers endlich beseitigen soll, so tun wir dies in unseren Liebesbeziehungen mit besonderem Nachdruck, mit besonderer Verzweiflung, denn es gilt, einen doppelten Mangel zu beheben. 

So sucht der Denker in uns mit seinem unaufhörlichen unbewussten Gedankenstrom und seinem Produkt, dem Ego, dem falschen gedanklichen Selbstbild, nicht wirklich einen Partner, einen Menschen, einen Begleiter auf unserem Lebensweg – das Ego sucht ein Objekt, das diesen doppelten inneren Mangelzustand beheben soll. Und wenn es dieses Objekt findet, dann vereinbart es mit ihm einen Deal, ein Geschäft, eine vertragliche Regelung und die gründet beiderseits auf der Forderung: Mach mich glücklich! 

Nach dem Verständnis deines unbewussten Denkens hat dein Partner diese Aufgabe: er oder sie hat dich glücklich zu machen. Und du hast dieselbe Aufgabe. Diese Handelsbeziehung gründet auf beiderseitigem Mangel, Unbewusstheit und Verrücktheit und kann nicht gelingen. Sie hat nichts mit Liebe zu tun. 

Liebe kann beginnen, wo die Objektbeziehung endet. Liebe kann sich entfalten, wenn ich von meinem Partner nichts verlange, keinen Mangel spüre und deshalb auch keine ”Erfüllung” bei ihm oder ihr suche. Liebe setzt Selbstliebe notwendig voraus. Liebe wächst parallel zur Selbstliebe – je mehr du dich selbst lieben lernst, desto mehr kannst du lieben und geliebt werden. Die Unbewusstheit, der Denker in dir steht der Liebe im Weg. Das bedeutet, dass Bewusstheit der Liebe den Weg bahnt, die Türen öffnet, die scheinbaren Hindernisse beseitigt, weil du die Mangelillusionen durchschaust und schrittweise ablegst. 

Erst wenn du niemanden mehr brauchst kann der Partner deines Lebens zu dir kommen und bei dir bleiben. Er oder sie hat dann keine Funktion, keine Aufgabe, keinen Zweck in deinem Leben. Er oder sie ist dann einfach da und bei dir und ihr könnt das Leben gemeinsam genießen und feiern. Eine regelmäßige, kontinuierliche, tägliche  Meditationspraxis hat also viel mehr mit dem Glück in deiner Partnerschaft oder deiner Einsamkeit zu tun, als du wahrscheinlich bisher glaubtest. Die Meditation ist das Training der Bewusstheit. Bewusstheit beseitigt die Mangelillusion und öffnet den Blick für das Schöne und Wunderbare in dir und um dich herum. Bewusstheit bzw. Meditation macht dich sehend. Du liebst, was du bist und was um dich ist. Du liebst und lebst und brauchst nichts und niemanden (und zwar wahrhaftig und nicht nur als trotzige Behauptung deines verletzten inneren Kindes). Das strahlst du nun aus und jede/r sieht es dir an. Du liebst dich und dieses Leben. Das ist das Einzige, was einen Menschen wirklich ”attraktiv” macht. Attraktion heißt Anziehung. Du ziehst jetzt das an, was du ausstrahlst: Selbstliebe, Genuss und Lebensfreude. Das will jede/r. Dein Traumpartner kann jetzt nicht nur kommen und bleiben, er muss sich nun manifestieren – weil du ihn nicht mehr brauchst.

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ES IST EIN SPIEL UND DU GEWINNST ES

ES IST EIN SPIEL UND DU GEWINNST ES

Jeder Augenblick, jeder Atemzug, jeder bewusste oder unbewusste Gedanke, jeder Windhauch, jedes Geräusch oder Gefühl, jede Bewegung und Berührung ist von höchster Wichtigkeit, ist da, jetzt, für dich. Es ist dein ganzes Leben. Jetzt. Es gibt keine Details.

Aber es gibt auch nichts darüber hinaus.

Das Große und das Ganze, das System und das Prinzip, das Zusammenspiel von Allem, es ist nichts als ein Spiel.

Und du spielst es aufmerksam in jedem Moment, in jedem Hauch deines Seins – aber wissend: es ist insgesamt nur ein Spiel.

Und du gewinnst es.

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„Und über alles legt sich schnell wieder der Schleier der Gedankenaktivität, bald dumpf und diffus, bald in klareren Urteilen, Bewertungen, Kommentaren, Vergleichen etc. Das ist normal und ganz natürlich. Kehren Sie einfach wieder zum Atem und zu dem ruhigen Rhythmus ihrer Schritte zurück: Einatmung – links, Ausatmung – rechts.“

„Gehmeditation im Alltag“: http://ow.ly/ZLReK

Lass dich vom Leben überraschen

Lass dich vom Leben überraschen

In der Achtsamkeitspraxis wird es zur Attraktion, dass wir eine Tasse Tee in die Hand nehmen und zum Mund führen. Wir fühlen die Bewegung des Arms, die An- und Abspannung der Muskeln, die Bewegung der Gelenke, das Material und das Gewicht der Tasse, riechen den Geruch der Tasse und des Getränkes und spüren schließlich den Kontakt der Lippen an dem Gefäß. Es gibt noch weit mehr zu spüren und wahrzunehmen – und das eigentliche Trinken hat dabei noch gar nicht stattgefunden.

Warum tun wir das? Was ist der Nutzen daran, Alltagsbanalitäten so genau unter die Wahrnehmungslupe zu nehmen?

Hierauf gibt es mehr als eine Antwort. Aber nach vielen Jahren der Meditation und Achtsamkeitspraxis würde ich sagen: es geht um Freude und es geht darum, das Leben interessant zu machen, bzw. interessant zu lassen.

Ein auf diese Art trainierter Geist findet nichts mehr langweilig. Ein Geist, dessen Wahrnehmungsfähigkeit durch Achtsamkeitspraxis geschärft wurde, ist in der Lage, sich von allem überraschen zu lassen. Die Vermutung, ich würde wissen, was als nächstes geschieht, fällt weg.

Ich trete aus dem Haus auf die Straße und weiß eben nicht, was mich dort erwartet. Ich weiß nicht, was ich in den nächsten Sekunden und bei den wenigen bekannten Schritten, die mich jetzt erwarten, sehen und erleben werde. Im Gegenteil: ich weiß sicher, dass ich einen Moment erleben werde, der nur vollständig einzigartig sein kann. An diesem Tag, zu dieser Jahreszeit, mit diesem Wetter, bei diesem Licht, mit dieser Stimmung, in genau diesem Alter und unter den jetzigen Bedingungen habe ich diese Straße nie gesehen und ich werde sie so nie wieder sehen. Das ist die Wahrheit. Und es ist, wie so oft, eine Wahrheit, die unseren Verstand langweilt. Aber das macht diese Wahrheit nicht weniger wahr und die Szenerie auf der Straße vor meiner Haustür nicht weniger interessant.

Ich muss diese Szenerie nur wahrnehmen. Mehr gibt es nicht zu tun. Ich kann dabei nichts falsch machen und es gibt dabei nichts zu erreichen. Es gibt keine besonders gute Achtsamkeit und es gibt keine schlechte. Es gibt kein Ziel der Achtsamkeit. Es gibt nur das Sein. Und dieses Sein, dieses reine Sein, ist das spannendste und das interessanteste, was es gibt. Vielleicht ist es sogar das einzige wirklich spannende und wirklich interessante, was es überhaupt gibt. Wir müssen es nur wahrnehmen. Das ist alles.

Lass dich überraschen.