In der Achtsamkeit spürst du die Zärtlichkeit Gottes

In der Achtsamkeit spürst du die Zärtlichkeit Gottes

Meditiere nicht. Sitze einfach. Atme. Lass dir Zeit, viel Zeit. Gehe atmend und sitzend über die Zeit hinaus und in sie hinein, gehe leichten Schrittes in die Wahrheit der Zeit hinein: ins Jetzt.

Praktiziere keine Gehmeditation. Gehe einfach. Spüre den Boden, den Fuß, den Schritt, die Muskeln, die sanfte Berührung der Kleidung auf deiner Haut.

Fühle. Rieche. Sieh und schmecke dies alles, denn es hat den Geschmack der Freude. Und höre, höre genau hin, lausche auf alles, was klingt und was nicht klingt, in dir und außerhalb von dir.

Jeder Windhauch wird zu einem zärtlichen Streicheln einer liebenden Hand, jedes vorbeifahrende Motorrad zu einem lieben Wort, in dein Ohr geflüstert, leise und zart. Jeder Duft und Gestank überrascht deine Sinne liebevoll, jede Störung wird zum Liebesgeschenk, eingepackt in lustiges Papier, jeder Gedanke zum gern gesehenen Gast, der kommt, eine Weile bleibt und seiner eigenen wunderbaren Wege gehen darf.

Du bist geliebt, zutiefst geliebt und in der Stille findest du das Streicheln Gottes, die Zärtlichkeit des Lebens für dich. Du wusstest es. Doch es war immer schon so nah, dass es unmöglich schien: so viel Glück, so viel Liebe ohne Mühe, ohne Aufwand, ohne Angst.

Geh gelassen durch unruhige Zeiten

Geh gelassen durch unruhige Zeiten

Du fühlst jeden Schritt bewusst. Du spürst kleinste Details des Fußkontaktes und der Bewegungen deiner Beine, deiner Arme, deines Rückens. Je bewusster dein Schritt wird, desto mehr gehst du um zu gehen, nicht um anzukommen. Je bewusster dein Schritt wird, desto mehr lässt du dich von all dem überraschen und begeistern, was dein Verstand übergeht und als bekannt und unerheblich betrachtet.

So gehst du mit Freude, in der Freude und immer mehr in die Freude, tiefer und tiefer. Jeder Schritt ein Genuss, egal wo und egal wohin. Egal auch, wie momentan deine Lebenssituation ist, denn deine Lebenssituation ist nicht dein Leben. Dein Leben ist jetzt, ist dieser Schritt, dieses Gefühl, jetzt, nur jetzt.

Gehst du im Jetzt dann gehst du mit unendlicher Stabilität und Kraft. Gehst du mit jedem Schritt mehr und mehr heraus aus dem Gefängnis der Unbewusstheit und mehr und mehr hinein in die Freude der Bewusstheit, dann gehst du gelassen und frei – auch durch unruhige Zeiten und über holprige Wege. Und es darf dann egal sein, wohin dein Weg genau führt. Er führt dich von selbst, dein Weg. Der Weg selbst ist deine Führung, du wirst geführt, von ihm, von dir und vom Jetzt. Vertraue darauf und genieße. Jeder Schritt zeigt dir: es geht. Du gehst. Bewusst und frei.

Überirdisch

Überirdisch

Es wird ganz still im Stadion. Die Welt hält die Luft an: wer ist der schnellste Mensch?
Und dann läuft er wie immer: erst schlecht, dann besser und schließlich so, als ob es nie Gegner gegeben hätte. Überirdisch.

Es ist immer noch ein Fest zu Ehren der Götter. Menschliche Götter. Götter wie du und ich.
In jedem steckt so ein Potential. Danke für die Erinnerung daran, Usain, zum letzten Mal danke.