Erwachte Liebe ist gemeinsame Selbstliebe

X - gemeinsam DE 11-19

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„LIEBE OHNE LEIDEN – ERWACHTE BEZIEHUNGEN“

Erwachen ist nicht die Beseitigung der Illusion, der Schwierigkeiten oder des Leidens. Illusion, Schwierigkeiten und Leiden sind und bleiben Teil des Lebens.

”Werden Sie noch wütend?” wurde der Erwachte gefragt und seine Antwort lautete: ”Ja aber nicht mehr für sehr lange”. Die Wut ist in seinem System nicht unmöglich – aber sie bleibt nicht lang. Das ist der Unterschied.

Warum bleibt die Wut nicht lang im Falle eines erwachten Geistes? Aus drei Gründen: Sie bleibt nicht lang, weil sie erstens sehr bald erkannt wird, weil sie zweitens nicht mit einem ”ich” besetzt wird und weil sie drittens nicht genährt wird. 

Diese drei Schritte sind die wunderbaren Schritte, die wir in einer erwachten Beziehung gemeinsam gehen können. Das ist die große Chance und auch der große gemeinsame Genuss und Spaß. Im vorherigen Kapitel haben wir festgestellt, dass es keinen Spiegel gibt, wie denjenigen, den dein Partner dir bietet, weil er dir immer wieder sehr klar zeigt: ”So liebst du dich” bzw. ”So liebst du dich nicht” (zur Zeit, in diesem Moment, in dieser speziellen Situation). 

Diese Situationen, in denen mein Partner mir spiegelt, dass ich soeben für einen Moment aus der Selbstliebe herausgefallen bin, dass der Denker mich mit sich fortgetragen hat und dass mein verletztes inneres Kind aktiviert wurde, sind die wunderbaren Gelegenheiten, in denen wir gemeinsam die oben genannten drei Schritte durchlaufen können. Zunächst müssen wir uns noch daran erinnern, dies zu tun, mit der Zeit wird es immer mehr ein neuer, gesunder Automatismus der Liebe und Selbstliebe werden.

Nehmen wir folgende Situation als Beispiel: Mein Partner vergisst mich. Er denkt nicht an mich. Er vergisst einen besonderen Anlass (Jahrestag, Geburtstag) oder er vergisst es, mich zu treffen, anzurufen, zu kontaktieren o.ä. 

Zunächst einmal ist mir klar, dass dieses ”Ich werde von meinem Partner vergessen” mich nur deshalb verletzt, weil ich mich selbst vergesse bzw. vergessen habe. Ich denke offenbar generell zu wenig an mich selbst. Ich gebe mir nicht die Aufmerksamkeit, die ich brauche. Jetzt spiegelt mir mein Partner dies. Diese Bewusstheit ist die Grundlage. 

Und nun kann ich gemeinsam mit meinem Partner die drei oben genannten Schritte gehen:

  1. Bewusstheit: Wir erkennen gemeinsam sehr frühzeitig, dass diese Spiegelung stattgefunden hat. Ich sage, was ich fühle (Wut, Traurigkeit über das ”Vergessen werden”) und dass ich ihm/ihr keinen Vorwurf mache, da ich sehe, dass das eigentliche Leiden von mir selbst und in mir verursacht wurde bzw. wird.  Aber es ist uns nun beiden klar, dass einer von uns verletzt ist und es ist auch klar warum. Diese gemeinsame Klarheit nimmt viel Druck, Ungewissheit, Angst und Schmerz aus der Situation.
  2. Nicht-Identifizierung: Diese Verletzung ist nicht wirklich ”meine” Verletzung. Es ist nicht nötig, zu sagen, dass ”ich” verletzt bin. Wer ist hier verletzt? Es ist zum einen mein innerer Denker, mein unbewusster Anteil. Aber der innere Beobachter, die Bewusstheit ist ja auch schon da und richtet bereits das Licht der Liebe auf die ganze Situation. Vor allem aber ist mein inneres Kind verletzt, eine alte Wunde wurde berührt. Aber auch hier ist bereits der innere Erwachsene präsent, der sich liebevoll um das verletzte innere Kind kümmert, indem er ihm sagt: ”Ich bin bei dir und ich bleibe.” Wo soll hier ein ”ich” sein? Es gibt hier ein Zusammenspiel verschiedener Anteile, die alle zu mir gehören und die alle da sein dürfen: Zum einen Unbewusstheit (Denker) und Bewusstheit (Beobachter, innerer Buddha) auf der Geistesebene sowie zum anderen inneres Kind und innerer Erwachsener auf der emotionalen Ebene. Das wichtigste aber ist die Tatsache, dass diese Verletzung und die entsprechenden Emotionen nur sehr vorübergehend in mir sind. Ich ”bin” nicht traurig und wütend. Traurigkeit und Wut sind momentan in mir. Sie werden wieder gehen. Alles ist bisher wieder gegangen. Nichts bleibt. ”Ich bin wütend” scheint zu bedeuten, dass ich eine neue Identität habe. Ich bin offenbar nicht mehr Volker sondern ”ich bin” jetzt ”wütend” oder ”Wut”. Der Satz tut so, als ob ich eine neue Identität hätte. Jeder ”Ich bin…”-Satz ist eine gefährliche Falle und Lüge. Wir können stattdessen gelassen feststellen, dass gewisse Emotionen ”im Moment in mir” sind. Das entdramatisiert die Situation und kommt der Wahrheit deutlich näher.
  3. Heilung: Die Verletzung, die ich mir selbst zufüge und die mir mein Partner nun – zum Glück! – spiegelt, wird nicht fortgesetzt, sie wird nicht gestärkt, am Leben erhalten, gepflegt und zum Wachsen ermutigt. Angst und Wut sind momentan in mir, weil ich mich generell vergesse, weil mein inneres Kind sich vergessen fühlt. Was wünscht das innere Kind sich? Was wünsche ich mir? Mein inneres Kind wünscht sich, nicht vergessen zu werden – und zwar von mir (dem Erwachsenen) selbst! Alse beginne ich sofort damit. Ich schließe die Augen, rufe und treffe mein inneres Kind, trauere mit ihm gemeinsam eine Weile, fühle die Wut gemeinsam mit ihm eine Weile und gebe ihm dann meine Liebe und meine Aufmerksamkeit. Auf der praktischen Ebene des täglichen Lebens werde ich mir selbst ab sofort mehr Aufmerksamkeit geben, werde mir Geschenke machen, werde meine eigenen Jahrestage feiern, von denen niemand etwas weiß, vielleicht werde ich mich selbst zu einem feinen Abendessen in ein sehr gutes Restaurant einladen oder einen schönen Theater- oder Konzertabend mit mir verbringen. Nicht einsam sondern all-ein. Gemeinsam mit mir.  Ich fördere nicht die Verletzung, ich fördere die Heilung. In meinen täglichen Meditationen gehe ich nicht den Gedanken des Leidens nach (den Anklagen und Vorwürfen nach außen, an meinen Partner) sondern ich kehre zum Atem zurück, zum Jetzt, zur Realität. Ich nähre das Leiden nicht – und es kann gehen.

Diese drei Schritte kannst du jedes Mal mit deinem Partner gemeinsam gehen, wenn einer den anderen zu ent-täuschten (!) oder verletzten scheint:

  1. Erkennen, dass es sich um eine Spiegelung handelt.
  2. Diese Spiegelung nicht mit einem ”ich bin” zur scheinbaren neuen Identität erheben.
  3. Die Verletzung nicht nähren sondern gemeinsam den Weg der meditativen Liebe und Selbstheilung gehen, indem ihr auf der Geistesebene den leidhaften Gedanken nicht weiter folgt und auf der emotionalen Ebene liebevoll mit eurem verletzten inneren Kind in Kontakt tretet. 

Missverständnisse, Illusionen, Fehler und leidhafte Automatismen aus der Vergangenheit verschwinden nicht im Falle der ”erwachten Beziehung” aber sie werden jedes Mal zu einem Anlass, die Spiegelung zu erkennen, sich nicht damit zu identifizieren und gemeinsam den Weg der meditativen Selbstliebe zu gehen. So werden Missverständnisse, Illusionen, Fehler und leidhafte Automatismen aus der Vergangenheit jeweils zu Gelegenheiten, gemeinsam Schritt für Schritt und Tag für Tag weiter und tiefer gemeinsam in die Bewusstheit und in die Liebe zu gehen. Das erwachte Paar wir noch immer wütend aber nicht mehr für lange Zeit. Und so werden auch diese Situationen zu einem Genuss, zu wunderbaren Gelegenheiten gemeinsam zu wachsen und gemeinsam die Liebe zu uns selbst zu genießen, zu zelebrieren und zu feiern. 

Erwachte Liebe ist gemeinsame Selbstliebe. 

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„LIEBE OHNE LEIDEN – ERWACHTE BEZIEHUNGEN“

Erwartungen sind der Tod des Glücks

V - Erwartungen DE 11-19

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„LIEBE OHNE LEIDEN – ERWACHTE BEZIEHUNGEN“

Die Verrücktheit des unbewussten Gedankenflusses – des Denkers in uns – ist nirgendwo so eindeutig zu erkennen wie in den vollständig realitätsfremden Erwartungen an unsere Partner. Der Denker in uns ist davon überzeugt, dass unser Lebenspartner u.a. folgendes zu leisten hat:

  • er muss mich verstehen
  • er hat Zeit für mich zu haben
  • er darf nur mich lieben
  • er hat mich zu trösten
  • er hat mir Zärtlichkeit zu geben
  • er hat mir Geschenke zu machen
  • er muss mich sexuell befriedigen
  • er muss meine unangenehmen Eigenschaften tolerieren
  • er muss mich attraktiv finden
  • er muss sich für die Dinge interessieren, die mich interessieren
  • er hat alle sonstigen Freundschaften oder Interessen der Beziehung zu mir unterzuordnen
  • er muss mir Mut machen
  • er hat mich zu unterstützen
  • er hat an mich zu glauben
  • er hat meine Freunde und Familie zu akzeptieren
  • er hat mir zu vertrauen
  • er hat an mich zu denken und hat dies in bestimmten Momenten (Geburtstage, Jahrestage) zu beweisen.

Diese Liste ist keineswegs vollständig und stellt nur einen Auszug dar. 

Der Denker ist außerdem davon überzeugt, dass es diesen Supermann oder diese Superfrau, der/die alle diese Erwartungen erfüllt, tatsächlich geben muss und dass er ihn oder sie zu finden hat. Sollte ich ihn oder sie nicht finden, so bin ich weiterhin nicht vollständig. Habe ich ihn oder sie aber gefunden, so entsteht fast immer der Anspruch, dass diese Beziehung möglichst ewig hält. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist dies ein Scheitern. Die Beziehung ist in jedem Fall exklusiv, keine andere Person hat darin Platz. Andere Männer oder Frauen sind eine potentielle Gefahr, gegen die ich mich zu schützen habe, indem ich jede Neigung zu einem anderen Menschen in mir unterdrücke. Es besteht auch die Gefahr, dass mein Partner einen anderen Menschen attraktiv findet. Ich muss meinen Partner daher weiterhin glücklich machen, ihn aber auch kontrollieren und möglichst immer wissen, wo er ist und was er macht. 

Diese vollständig von Angst bestimmte Wahnwelt hält der unbewusste Denker in uns für eine normale Art zu lieben. Kein Wunder, dass all dies praktisch nie gelingt.

Was gelingt, ist nur der Deal, die vertragliche Vereinbarung auf der Grundlage der Aufforderung: Mach mich glücklich. Keiner macht den anderen glücklich in einer solchen angstbesetzten Beziehung aber der Deal hält und wir sind zumindest nicht einsam. Oder besser: wir sind oft sehr einsam in einer solchen Beziehung aber es besteht weiterhin die Hoffnung oder die Illusion, es nicht zu sein. Illusion ist das Schlüsselwort. Eine solche Beziehung beruht auf Illusion und Selbsttäuschung. Die Selbsttäuschung aber bietet eine wunderbare Chance, denn sie führt notwendig in die Ent-Täuschung, in die Krise und somit in den Leidensdruck, der erforderlich ist, um uns zu fragen: Was geschieht hier? Warum ist diese Art der ”Liebe” immer mit Leiden verbunden? Wie kann Liebe ohne Leiden möglich werden?

Die oben genannten Erwartungen sind Teil deines unbewussten Gedankenstroms, sie sind ein Produkt des immer wieder genannten ”Denkers” in uns. Es ist völlig unrealistisch zu glauben, du könntest diesen unbewussten Gedankenstrom schnell verändern oder gar beenden. Der Automatismus ist viel zu stark, er besteht seit deiner Geburt praktisch pausenlos. Deshalb ist es ebenso unrealistisch, die oben genannten Erwartungen an unsere Partner schnell durch eine entsprechende Entscheidung zu verändern oder zu beseitigen. Der unbewusste Gedankenstrom wird auch mit einer konsequenten Meditationspraxis (zunächst) bleiben. Die Erwartungen werden (zunächst) bleiben. Eines aber ist sofort möglich: du kannst dir den unbewussten Gedankenstrom ansehen, kannst ihm zuhören, du kannst den anderen Teil deines Bewusstseins, den Beobachter (oder Zeugen oder inneren Buddha) möglichst oft aktivieren und nutzen. Damit wird der unbewusste Gedankenstrom bewusst beobachtet. Wo das Licht der Beobachtung hinfällt, verschwindet die Dunkelheit der Unbewusstheit. Wir müssen den unbewussten Gedankenstrom nicht sofort verändern oder beseitigen, es reicht, ihn zu beobachten. Die Beobachtung leitet bereits die Verwandlung der Unbewusstheit in Richtung Bewusstheit ein. Konkret bedeutet dies, dass dir selbst mehr und mehr auffällt, welche Erwartungen du in welchen Situationen in deinem Kopf an deinen Partner richtest. Dies ist bereits ein fantastischer Schritt in eine neue Qualität des Denkens. Nach meiner Erfahrung ist hierfür allerdings ein regelmäßiges Training in der Beobachtung der eigenen Gedanken unverzichtbar und wie du bereits weißt, meine ich damit eine tägliche, formelle Meditationspraxis. Vielleicht möchtest du dieses meditative Training der Bewusstmachung des unkontrollierten Gedankenstroms unterstützen, indem du dir im Laufe des Tages immer wieder einzelne Gedanken aufschreibst, welche oft und wiederholt auftreten und demnach die wichtigsten Erwartungen darstellen, die du unbewusst erschaffst und die dem Glück in deiner Partnerschaft mehr im Wege stehen als irgend ein unerwünschtes Verhalten deines Partners es je könnte.

Egal ob du in diesem Moment in einer Partnerschaft bist oder nicht, egal ob du dich einsam, unglücklich, unzufrieden oder auch glücklich und zufrieden fühlst – deine jetzige Situation, deine Partnerschaft oder dein Alleinsein ist in jedem Fall eine wunderbare Einladung des Lebens an dich, dir die unbewussten Gedanken bewusst zu machen, die ”es in dir denkt”. Diese unbewussten Gedanken allein erschaffen dein Leiden. Du leidest nicht wegen deines Partners, wegen deiner eigenen Unzulänglichkeit, wegen der Vergangenheit, wegen deiner Eltern, wegen der bösen Welt um dich herum oder wegen irgendetwas anderem – du leidest nur und ausschließlich an deinem unbewussten Denken. 

Wir erschaffen unsere Realität mit vier Instrumenten: Unseren Gedanken, Worten, Handlungen und Emotionen.
Die Worte sind ausgesprochene Gedanken.
Die Emotionen entstehen auf der Basis unserer Gedanken.
Unsere Handlungen sind das Resultat unserer Gedanken und der daraus folgenden Emotionen.
Gedanken sind also absolut zentral für alles, was sich in uns und um uns herum manifestiert. Nichts fällt grundlos vom Himmel. Alles wird erschaffen und dein Leben wird von dir erschaffen. 

Dein Leben wird von dir mit deinen Gedanken erschaffen. Wenn du an deiner Partnerschaft oder an deiner Einsamkeit leidest, dann leidest du an den Gedanken, mit denen du diese Partnerschaft oder diese Einsamkeit täglich und in jedem Moment erschaffst und aufrecht erhältst. Mach dir diese Gedanken bewusst und alles wird sich ändern. Dies ist kein Versprechen und keine Meinung von mir, es ist die gelebte Erfahrung aller Menschen, die ihr Leiden mit Hilfe eines Geistestrainings oder einer spirituellen Praxis wie der Meditation transformieren konnten. Es ist die gelebte Erfahrung ziemlich vieler Menschen und diese Praxis existiert seit Jahrtausenden. Probiere es aus. Beginne, regelmäßig zu meditieren und lerne, deine unbewussten Gedanken zu beobachten. Dann und nur dann kannst du erleben, ob sich etwas in dir und in deiner Partnerschaft zum Besseren verändert. Glaube mir nichts. Glaube auch niemand anderem. Glaube ist Illusion, Täuschung und wird wieder nur in die Enttäuschung führen. Probiere es aus und mach deine eigene Erfahrung. Das ist das einzige, was zählt.

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„LIEBE OHNE LEIDEN – ERWACHTE BEZIEHUNGEN“

Mach mich glücklich!

U-glücklich 11-19

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Der unbewusste Gedankenstrom erschafft eine permanente Illusion des Mangels in uns. Der Denker scheint unaufhörlich zu schreien: ”Mehr. Mehr. Es ist nicht genug!” Nichts, was wir außerhalb von uns selbst suchen und vorübergehend finden, reicht jemals aus, um die Leere zu füllen, die wir in uns fühlen. 

Diese Leere ist völlig verrückt und steht fast immer in eklatantem und offensichtlichem Widerspruch zur sichtbaren Realität. Wir sitzen in unglaublichem Wohlstand und fühlen uns nicht ausreichend reich. Wir sind umgeben von Milliarden Menschen und fühlen uns einsam. Wir haben Zugang zu allen erdenklichen Informationen, Unterhaltungen und Bildungsmöglichkeiten und langweilen uns. Wir leben in unglaublicher Sicherheit und halten den Weltuntergang für nah.

Der Denker erschafft dieses verrückte Leiden durch trennendes Denken. Unser Bewusstsein kann die Welt nur in Polaritäten wahrnehmen, es erschafft einen ständigen Dualismus aller Phänomene und wir sind uns dabei leider meistens nicht der Tatsache bewusst, dass dies nur die Wahrnehmung unseres Bewusstseins ist und nicht die Realität, die eine Realität der Einheit ist – ohne Pole und ohne Dualismus.  Der unbewusste Gedankenstrom wiederholt, vertieft und verewigt diese trennende Wahrnehmung jeden Tag und jede Minute und macht sie zur scheinbaren und überall vorhandenen Tatsache: alles wird Unterschied, Trennung, Isolierung und Vereinzelung, obwohl dies nichts mit der Realität zu tun hat, die nichts anderes kennt als Verbindung.

So ist der sichtbare Wohlstand um uns herum nur der eine Pol der Wahrnehmung, der andere Pol ist zum Beispiel die Sorge, diesen Wohlstand wieder zu verlieren oder die Idee, ihn nicht wirklich zu verdienen oder der Neid gegenüber denjenigen, die noch mehr haben oder die Frage, was all dieser Wohlstand nutzen soll, wo doch so viele andere Probleme bestehen – oder eine Mischung von allen diesen Gedanken und vielen anderen mehr. Wir haben also auf der einen Seite die Realität einer schönen Wohnung, bester Nahrung und guter Kleidung und auf der anderen Seite die illusionären Sorgen, Probleme und Visionen des Denkers. Die Realität der Wohnung, Nahrung und Kleidung kann nur mit den Sinnen gefühlt und erlebt werden – die verrückten und irrealen Sorgen, Probleme und Visionen aber laufen einfach unbewusst in unserem Gehirn ab und zwar ständig und unaufhörlich, wenn wir ihnen nichts Gesundes entgegen setzen, wie zum Beispiel – und am besten – eine regelmäßige und kontinuierliche Meditationspraxis.

Diese krankhafte Illusion der Trennung und Vereinzelung durch unbewusstes Denken aber bleibt nicht allein in unserem Verstand, sie manifestiert sich in unseren Handlungen und in unseren Emotionen, d.h. in unseren Körpern. Das bedeutet, dass die Gedanken des Mangels Emotionen des Mangels erschaffen: Angst, Einsamkeit, Traurigkeit, Wut und Neid zum Beispiel. 

Auf dieser tiefen Körperebene treffen diese unnatürlichen Emotionen des Mangels mit einer natürlichen energetischen Unvollkommenheit den Menschen zusammen: mit der geschlechtlichen Einpoligkeit, mit der Tatsache, dass wir als Frau oder als Mann inkarniert sind und dass wir tief in uns die Vollständigkeit, die Einheit, die Aufhebung der geschlechtlichen Trennung anstreben und ersehnen. In der extremen Körpererfahrung des Orgasmus können wir diese Einheit, diese Aufhebung der Trennung für einen Moment berühren aber dieser Moment ist kurz, die Einheit und Aufhebung der Trennung ist nicht von Dauer.

Wir haben es also mit einem doppelten Mangelzustand zu tun, der zum einen unnatürlich und verrückt ist (das Produkt des unbewussten Gedankenstroms) und zum anderen natürlich und unvermeidbar (der Wunsch, die geschlechtliche Trennung zu überwinden). 

Wenn wir also mit einem unbewussten Geist immer und überall außerhalb von uns verzweifelt nach der Fülle suchen, die den inneren Mangel des Denkers endlich beseitigen soll, so tun wir dies in unseren Liebesbeziehungen mit besonderem Nachdruck, mit besonderer Verzweiflung, denn es gilt, einen doppelten Mangel zu beheben. 

So sucht der Denker in uns mit seinem unaufhörlichen unbewussten Gedankenstrom und seinem Produkt, dem Ego, dem falschen gedanklichen Selbstbild, nicht wirklich einen Partner, einen Menschen, einen Begleiter auf unserem Lebensweg – das Ego sucht ein Objekt, das diesen doppelten inneren Mangelzustand beheben soll. Und wenn es dieses Objekt findet, dann vereinbart es mit ihm einen Deal, ein Geschäft, eine vertragliche Regelung und die gründet beiderseits auf der Forderung: Mach mich glücklich! 

Nach dem Verständnis deines unbewussten Denkens hat dein Partner diese Aufgabe: er oder sie hat dich glücklich zu machen. Und du hast dieselbe Aufgabe. Diese Handelsbeziehung gründet auf beiderseitigem Mangel, Unbewusstheit und Verrücktheit und kann nicht gelingen. Sie hat nichts mit Liebe zu tun. 

Liebe kann beginnen, wo die Objektbeziehung endet. Liebe kann sich entfalten, wenn ich von meinem Partner nichts verlange, keinen Mangel spüre und deshalb auch keine ”Erfüllung” bei ihm oder ihr suche. Liebe setzt Selbstliebe notwendig voraus. Liebe wächst parallel zur Selbstliebe – je mehr du dich selbst lieben lernst, desto mehr kannst du lieben und geliebt werden. Die Unbewusstheit, der Denker in dir steht der Liebe im Weg. Das bedeutet, dass Bewusstheit der Liebe den Weg bahnt, die Türen öffnet, die scheinbaren Hindernisse beseitigt, weil du die Mangelillusionen durchschaust und schrittweise ablegst. 

Erst wenn du niemanden mehr brauchst kann der Partner deines Lebens zu dir kommen und bei dir bleiben. Er oder sie hat dann keine Funktion, keine Aufgabe, keinen Zweck in deinem Leben. Er oder sie ist dann einfach da und bei dir und ihr könnt das Leben gemeinsam genießen und feiern. Eine regelmäßige, kontinuierliche, tägliche  Meditationspraxis hat also viel mehr mit dem Glück in deiner Partnerschaft oder deiner Einsamkeit zu tun, als du wahrscheinlich bisher glaubtest. Die Meditation ist das Training der Bewusstheit. Bewusstheit beseitigt die Mangelillusion und öffnet den Blick für das Schöne und Wunderbare in dir und um dich herum. Bewusstheit bzw. Meditation macht dich sehend. Du liebst, was du bist und was um dich ist. Du liebst und lebst und brauchst nichts und niemanden (und zwar wahrhaftig und nicht nur als trotzige Behauptung deines verletzten inneren Kindes). Das strahlst du nun aus und jede/r sieht es dir an. Du liebst dich und dieses Leben. Das ist das Einzige, was einen Menschen wirklich ”attraktiv” macht. Attraktion heißt Anziehung. Du ziehst jetzt das an, was du ausstrahlst: Selbstliebe, Genuss und Lebensfreude. Das will jede/r. Dein Traumpartner kann jetzt nicht nur kommen und bleiben, er muss sich nun manifestieren – weil du ihn nicht mehr brauchst.

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LIEBE OHNE LEIDEN – ERWACHTE BEZIEHUNGEN

Version 2

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Warum entsteht so viel Leiden in Liebesbeziehungen? Sollte nicht die Liebe der Bereich unseres Lebens sein, in dem wir glücklich lieben und geliebt werden? Warum ist dies oft so schwierig und wie kann uns die Meditationspraxis helfen?

Ist es realistisch für DICH, sehr bald in einer erwachten Beziehung zu dir selbst und zu deinem Partner zu leben? Was ist eine „erwachte Beziehung“ und wie können wir eine solche schaffen?

Vor der Beziehung zum anderen kommt die Beziehung zu dir selbst. Wie steht es mit deiner Selbstliebe? Was erwartest du vom anderen? Soll er dich glücklich machen? Kann er das? Scheitern wir möglicherweise immer wieder an unseren Erwartungen?

Mit diesen und anderen Fragen zum Thema „Liebe ohne Leiden“ werden wir uns in den 90 Minuten dieses Gratis-Webinars beschäftigen. Im Einzelnen werden wir:

– die Frage behandeln, wie „Liebe ohne Leiden“ ab sofort für dich möglich und dann Schritt für Schritt täglich entwickelt und gefestigt werden kann;

– uns in geführten Meditationen liebevoll den gedanklichen und emotionalen Blockaden zuwenden, die in uns einer „Liebe ohne Leiden“ noch im Wege stehen.

– Erfahrungen austauschen und Fragen beantworten.

„Liebe ohne Leiden“ ist heute hier möglich – auch wenn dein Verstand dies nicht glaubt. Die TALO®-Meditationspraxis kann dir entscheidend helfen, dich auf einen neuen Weg zu begeben: einen Weg der meditativen Selbstliebe, der eine Liebesbeziehung ohne Leiden dann automatisch zur Folge haben wird.

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Was wäre, wenn jeder sich selbst lieben würde?

Was wäre, wenn jeder sich selbst lieben würde?

Selbstliebe ist die tägliche, ständige und wiederholte Entscheidung für dich selbst. Selbstliebe bedeutet, dass du den Tag mit der Entscheidung beginnst, dass es heute nichts Wichtigeres gibt, als dass du einen möglichst schönen Tag hast. Selbstliebe heißt, dass du deine Bedürfnisse, deine Wünsche und Ziele an die erste Stelle auf der Liste der Prioritäten setzt. Selbstliebe ist der Ausdruck der Liebe als der großen Kraft in diesem Universum in dir, durch deine Person, in deinen Gedanken, Worten, Handlungen und Emotionen. In der Selbstliebe erblüht die Liebe des Universums – oder die Liebe Gottes – in einer Manifestation: in dir. Deshalb ist Selbstliebe nichts Besonderes und keine außergewöhnliche Leistung. Sie ist der gesunde und natürliche Zustand des Menschen, zu ihr gibt es keine Alternative, es gibt nur die andere Polarität: die Angst. Der Selbstliebe steht die Selbst-Angst gegenüber, die Angst, deine Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen, die Angst, dich für dich selbst zu entscheiden, die Angst, deine Person zu einem Ausdruck der großen universellen Liebe zu machen, die Angst zu leben. Diese Angst ist heute der traurige und weit verbreitete Allgemeinzustand. Aber an diesem Zustand ist nichts ”normal”.

Selbstliebe hat nicht das Geringste mit Egoismus zu tun. Selbstliebe geht nie auf Kosten anderer, auch wenn es manchmal – besonders anfangs – so erscheinen mag. Selbstliebe ist bereits die Liebe an sich, die universelle Liebe und somit die Liebe für alles andere und alle anderen. Selbstliebe ist der notwendige erste Schritt, das erste Zeichen der Manifestation, auf das dann notwendigerweise Schritte und Zeichen der Liebe für andere folgen müssen.  

Selbstliebe bedeutet, dass mein Glück nicht mehr von anderen abhängt, dass ich mein Glück nicht mehr bei anderen suche, dass ich die anderen mit meiner Bedürftigkeit nicht mehr belaste, dass ich von den anderen endlich nichts mehr verlange, dass ich somit die anderen in Ruhe lasse, dass ich den anderen ihren Weg zutraue, dass ich Vertrauen in die anderen habe, so wie ich Vertrauen in mich habe, dass meine Liebe für mich selbst in die Richtung der anderen ausstrahlt und ihnen hilft, sich nun auch selbst mehr zu lieben. 

Wenn jeder sich selbst lieben würde, wenn jeder sich selbst an die erste Stelle auf der Liste der Prioritäten setzen würde, wenn jeder sich am Morgen für sich selbst entscheiden würde, dann lebten wir im Paradies. 

Wenn niemand mehr sein Glück in der Beachtung, Anerkennung und Liebe anderer suchen würde, dann würde ein Zustand an Glück, Freude und Frieden möglich werden, der für uns heute schwer denkbar ist. 

Das Bewusstsein auf diesem Planeten bewegt sich entschieden in die Richtung dieses Zustandes und einzelne von uns kennen und erleben ihn bereits. Willst du dazu gehören? Es ist nicht schwer. Entscheide dich für dich selbst. Das ist alles.

GRATIS WEBINAR „SELBSTLIEBE IST MÖGLICH“ AM 17.9. UM 20.00 UHR – ANMELDUNG HIER

WEBINAR 17.9.19 – 20-21.30 UHR: „SELBSTLIEBE IST MÖGLICH (und wunderschön!)“

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Bist du dir selbst dein bester Freund oder deine beste Freundin? Behandelst du dich selbst mit Respekt, Dankbarkeit und Wertschätzung? Genießt du Zeit mit dir selbst? Bist du daran gewöhnt, dir oft Geschenke zu machen und deine eigenen Bedürfnisse an die erste Stelle zu setzen? Ist die Umsetzung deiner Träume und Ziele die erste Priorität für dich?

Ich wusste selbst lange nicht, wie all dies möglich sein soll und behandelte mich ohne viel Aufmerksamkeit und Liebe. Doch dann wurde der Wandel möglich, mit Hilfe der Meditation entdeckte ich mich selbst und wurde mir selbst mein bester Freund, sodass ich diese Fähigkeit auch als Meditationslehrer und Therapeut immer mehr in meine Lehre und Hilfe für andere integrierte. Heute weiß ich:  Selbstliebe ist ein unverzichtbarer Bestandteil jedes Heilungs- und Transformationsprozesses.

Wir sind normalerweise daran gewöhnt, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Liebe außen zu suchen. Ja, wir suchen Liebe nicht nicht nur außen, wir erkaufen sie regelrecht, indem wir unser Verhalten den vermeintlichen Bedürfnissen der anderen anpassen. Dabei geraten wir selbst immer mehr in den Hintergrund, bis wir – meistens jenseits der vierzig – durch Krankheiten,Trennungen oder Verluste daran erinnert werden, dass wir uns jetzt auch und vor allem um uns selbst kümmern dürfen.

Meine Erfahrung ist: Seitdem ich mich selbst liebe, liebe ich dieses Leben. Weil ich meine Bedürfnisse an die erste Stelle setze, kann ich wirklich anderen helfen. Da ich mir oft Geschenke mache und es liebe, Zeit mit mir selbst zu verbringen, kann ich die Zeit gemeinsam mit anderen wirklich genießen. Richtig verstandene Selbstliebe ist auch die konsequente Umsetzung der Nicht-Selbst Lehre aus der buddhistischen Tradition.

Es ist nicht schwer, jeden Tag schrittweise mehr Selbstliebe mit Hilfe der TALO-Meditation zu entfalten und vielen Teilnehmern unserer Webinars, Kurse und Therapiesitzungen ist dies bereits gelungen.

In den eineinhalb Stunden dieses Gratis-Webinars werden wir uns mit folgenden Fragen und Meditationstechniken beschäftigen, die du anschließend in deine eigene Praxis einbauen kannst:

  • Wie erschaffst du im Bewusstsein dein falsches Selbst und wie kannst du deine wahre Natur entdecken und erleben?
  • Wie kannst du meditative und praktische Liebe, Wertschätzung und Dankbarkeit für dein inneres Kind entwickeln und leben?
  • Dein Selbst und dein Bewusstsein als Bestandteil des einen Lebens und des einen Bewusstseins

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Dein innerer Buddha

Dein innerer Buddha

Es ist so einfach! Schau hin. Nichts weiter. Schau einfach nur hin – und entspann dich.

Das Werk ist vollbracht. Das Ziel ist erreicht. Schon jetzt. Sogleich. Hier und nun.

Du kannst auf der alten Seite bleiben, im Leiden, in den unbewussten Gedanken. Das kennst du, das birgt keine Risiken. Es ist Leiden – aber es ist bekannt. Die meisten wählen diese Variante.

Aber du kannst auch auf diese Seite kommen. Und es ist ganz einfach.

Schau hin. Schau auf diesen deinen Geist. Schließ die Augen und atme. Was geht da vor, in deinem Gehirn? Welche Gedanken oder Gedankenfragmente tauchen da auf? Was kommt und geht da, was tritt auf der Bühne deines Verstandes auf und verzieht sich wieder, um Neuem Platz zu machen?

Durch deinen Geist ziehen jeden Tag mehrere zehntausend unbewusste Gedanken in einem unaufhörlichen Strom, den du nicht kontrollierst, nicht steuerst, kaum kennst und der dich doch – vollständig! – beherrscht. Du denkst, du bist das, was da vor sich hin strömt, obwohl du es praktisch nicht kennst und nicht im geringsten steuerst.

Aber es ist so einfach: schau hin! Schau einfach drauf und sag dir selbst, was du da siehst. Was ist es? Du brauchst nicht genau dabei sein, es geht nicht um Analyse oder wissenschaftliche Genauigkeit, es geht darum, die Hand ins Wasser zu halten und zu sofort und mühelos zu wissen, ob es lauwarm oder eiskalt ist. So solltest du auf deinen Geist schauen, spielerisch, mühelos und doch sehr wach und aufmerksam.

Dies ist deine Fähigkeit, den eigenen Geist zu beobachten. Dies ist dein innerer Beobachter, dein Zeuge.

Auf der anderen Seite ist der Denker. Er produziert diesen unaufhörlichen Strom aus unbewussten Gedanken und Gedankenfragmenten, auch in der Nacht, auch im Schlaf.

Der Denker erschafft dein gesamtes Leiden. Ausschließlich dort kann Leiden entstehen, im unbewussten Gedankenstrom des Denkers in dir.

Dein Beobachter hat noch nie gelitten. Er weiß nicht, was Leiden sein soll. Er ist vollkommen frei und wird noch den Moment deines Todes ohne Leiden beobachten und einfach feststellen: dies endet nun.

Dein Denker ist identisch mit deinen Problemen. Er lebt von Problemen. Probleme sind seine Nahrung und sein Lebenssinn. Der Denker braucht und liebt Probleme. Wenn du vollständig von deinem Denker beherrscht bist (und fast alle von uns sind das), dann siehst du dich von Problemen umgeben.

Dein Beobachter, der wie gesagt nur in deiner Fähigkeit besteht, die Augen zu schließen, zu atmen und deine eigenen Gedanken wahrzunehmen, dieser Beobachter ist völlig frei von jedem Leiden. Er ist erleuchtet. Er ist in dir. Er ist in jedem von uns, ohne Ausnahme. Er ist ein Buddha. Er ist dein innerer Buddha.

Und noch einmal: es ist sehr einfach, diesen inneren Buddha zu berühren, zu aktivieren, zu nutzen. Jeder von uns ist sofort dazu in der Lage. Für einen kurzen Moment.

Um länger in diesem inneren Buddha zu bleiben, um vielleicht ganz auf seine Seite zu gehen und den Denker zu verlassen, dafür brauchen wir Wiederholung, Praxis, Konstanz und Vertrauen. Das ist eine Frage der Übung. Diese Übung nennt man Meditation.

Es ist sehr einfach, den Geist kurz zu beobachten.

Es ist nicht so einfach, sich dies zur Gewohnheit zu machen.

Gelingt es uns, dies zur Gewohnheit zu machen, so wird sich mit Sicherheit alles in uns verändern und diese innere Veränderung wird ebenso sicher eine Veränderung unserer äußeren Welt nach sich ziehen. Und es wird eine Veränderung zum Besseren sein.

Gelingt es uns, die Beobachtung der eigenen Gedanken von einer schönen Gewohnheit in eine sichere und automatische Routine weiter zu entwickeln, in einen Normalzustand, von dem wir nur noch selten und kurz in den Denker zurückfallen, dann erwachen wir. Ein Mensch, der vom inneren Denker frei geworden ist, ein Mensch, der nicht mehr unbewusst sein kann, ist erwacht.

Aber auch dies ist nur eine Frage der Übung und der Konstanz. Es sind keine außergewöhnlichen Talente hierfür erforderlich. Anfangen und nicht mehr aufhören – das ist auch hier alles, was erforderlich ist.

Erwachen ist nicht das Ende aller Probleme und Schwierigkeiten. Es ist noch nicht einmal das Ende aller unguten Gewohnheiten und fehlerhaften Handlungen. Es bedeutet, dass ungute Gewohnheiten und fehlerhafte Handlungen noch eine Weile fortbestehen, weil sie karmische Gewohnheiten sind, obwohl die betreffende Person auch bei diesen Handlungen bewusst bleiben muss und nicht mehr in die alte Unbewusstheit zurück kehren kann. Erwachen ist also nicht das Paradies auf Erden.

Die definitive Überwindung von jedem Leiden ist Erleuchtung, die höchste Realisierung. Sie wird möglich, wenn wir erwachen und lieben, die Liebe ganz und ausschließlich leben, zur Liebe werden. Ein Erleuchteter ist eine Inkarnation der Liebe. Auch das ist für jeden von uns möglich.

Betrachten wir jedoch zunächst das, was für die meisten von uns jetzt und heute eine dringende Notwendigkeit ist: aus der Unbewusstheit in die Bewusstheit zu gehen. Vom Denker zum Beobachter zu gelangen.

Es geht darum, den inneren Buddha kennen zu lernen und eine Zusammenarbeit mit ihm zu starten.

Dann geht es darum, diese Zusammenarbeit zur Gewohnheit zu machen und auf alle Bereiche der Existenz auszuweiten: den Körper, die Sinneswahrnehmungen, die Gedanken und die Emotionen.

Im nächsten Schritt entwickeln wir diese Gewohnheit zur automatischen Routine, zum Normalzustand weiter und gelangen so in die Freiheit.

Und schließlich stellen wir all dies in den alleinigen Dienst der Liebe.

Denn es gibt bei alledem eine Gefahr. Wenn wir durch die Meditationspraxis lernen, von unseren unbewussten Gedanken Abstand zu nehmen, dann lernen wir einerseits, unsere Gedanken sehr bewusst zu erleben aber andererseits können wir diese Bewusstheit gegen uns selbst richten, wenn wir uns nicht mehr erlauben, unsere Emotionen zu fühlen.

Wir können die Meditationspraxis gegen uns selbst richten und leider tun dies heute nach meiner Erfahrung die meisten Meditierenden im Westen.

Gedanken sind die alleinige Grundlage unserer Gefühle. Es gibt keine Emotionen ohne Gedanken an der Basis. Gedanken lösen alle Gefühle aus.

Wenn wir lernen, die Gedanken bewusst zu erkennen, dann sollten sie uns einen Zugang zu unseren Emotionen aufzeigen und wir sollten diesen Zugang nutzen, um unsere Emotionen bewusst zu fühlen und keineswegs um sie „loszulassen“ oder „uns von ihnen frei zu machen“.

Die buddhistische Meditation wird im Westen aber leider sehr häufig dazu benutzt, genau dies zu tun: die Emotionen an der Wurzel abzuschneiden und nicht mehr zu fühlen.

Wenn ich aber zum Beispiel mit 35 Jahren zu meditieren beginne und sehr gut erlerne, meine Emotionen im Keim zu ersticken, indem ich den entsprechenden Gedanken keine Nahrung mehr gebe, dann bleiben die Emotionen der vorherigen 35 Jahre weiterhin in mir – nur sind sie jetzt eingesperrt, gedeckelt und verschlossen. Jeden Tag erneuere ich den Deckel durch meine Meditationspraxis des Nicht-Fühlens durch Nicht-Denken. Und das führt in vielen Fällen zu körperlichen Reaktionen und Krankheiten, denn unter dem Deckel brodeln und kochen die eingesperrten Emotionen.

Es geht also darum Bewusstheit zu erlangen und alle unsere aktuellen und latenten Emotionen in Liebe anzunehmen und zu verwandeln.
Es geht um Bewusstheit und Liebe.

Die Zeit des inneren Denkers ist abgelaufen. Die Zeit des Leidens ist beendet.

Es beginnt die Zeit des inneren Buddhas, die Zeit der Bewusstheit und der Freiheit. Eine Zeit der bewussten Verwandlung deiner Emotionen in Liebe, Mitgefühl, Freude und Frieden.