DER FREUND

DER FREUND

„Der Atem als Verbindungsstück zwischen Körper und Geist und als bester Freund ist tatsächlich immer da, wenn wir ihn brauchen. Und wir brauchen ihn oft, ja wir brauchen ihn fast immer, denn die Tendenz unseres Geistes, sich zu verzetteln und zu verlieren, alten Gewohnheiten zu folgen und überall Probleme und Schwierigkeiten zu erkennen und auch selbst zu produzieren ist normalerweise stark ausgeprägt.

Doch der beste Freund hat viel Geduld und ist auf sanfte Weise sehr beharrlich. Solange ich lebe, wird er nicht aufhören, seinen Rhythmus fortzusetzen: ein – aus, ein – aus. Ich muss ihn nicht daran erinnern, ich muss ihn nicht darum bitten. Ich muss – oder kann – ihm folgen. Das ist alles. Der Freund reicht mir sozusagen in jedem Moment seine Hand zur Hilfe. Warum sollte ich sie nicht ergreifen?“

„Gehmeditation im Alltag“: http://ow.ly/ZLReK

TERROR UND ACHTSAMKEIT

TERROR UND ACHTSAMKEIT

Samstage sind meine Achtsamkeitstage. Viel Meditation, Atem, Stille, Natur – einfach gehen, einfach atmen, einfach sein. Das sind die schönsten Tage. Kein Geld, keine Reise, keine großartige Erfahrung kann diese banale Schönheit übertreffen.

In Paris ermorden ehrlose Verbrecher wehrlose Menschen. Ihr Ziel: Angst schaffen, in uns, in mir.

Was tun? Nun, in meinem Fall: Meditation, Atem, Stille, Natur – einfach gehen, einfach atmen, einfach sein. Denn das sind und bleiben die schönsten Tage. Auch heute. Warum nicht?

Und die ehrlosen Verbrecher erreichen ihr Ziel in mir nicht. Keine Angst. Kein Hass. Trauer, ja. Aber auch Genuss eines schönen sonnigen Herbsttages voller Achtsamkeit, Stille und Frieden. Ja Frieden. Auch den können sie mir nicht nehmen.

Schönes achtsames Wochenende!
Volker

MIT DEM JETZT KONTAKT AUFNEHMEN

MIT DEM JETZT KONTAKT AUFNEHMEN

„Wir können darauf vertrauen, dass es reicht, mit dem Jetzt Kontakt aufzunehmen, immer wieder, Tag für Tag, in scheinbar sehr repetitiven Ritualen.

Da ist der Atem. Da sind die Sinne. Und da ist der Geist. Wir spüren den Atem, nehmen Kontakt zu ihm auf, bleiben in Kontakt mit ihm. Wir spüren, was unsere Sinne uns melden, nehmen es wahr, wach, offen, geduldig. Und wir sehen unseren Geist, schauen gleichsam hinein, wach, offen und nachsichtig mit uns und den anderen. Das ist alles. Wir tun das oft. Wir tun es täglich, wir tun es, wann immer wir können. Mehr gibt es kaum zu tun. 

Dies wird uns befreien. Viele andere vor uns haben sich so befreit von Unzufriedenheit und ständiger Angst. Warum sollte es uns nicht gelingen?“

“Gehmeditation im Alltag”, von Volker Winkler – im Buchhandel erhältlich oder hier bestellbar: http://ow.ly/JthgF

TRANSPARENT WERDEN

TRANSPARENT WERDEN

Es ist kein Verschwinden. Es ist ein Da-Sein, ein tief verwurzeltes Dasein, wie das Dasein eines Busches, eines Grashalms, eines Baumes.

Und doch verschwindet etwas, während der Atem fließt und kommt und geht. Etwas verschwindet um mich herum und lässt den Kern umso heller strahlen, während jedoch auch er, der Kern, durchlässig wird und offen. Offene Weite, nichts von heilig.

Transparent werden in der Meditation heisst nicht, sich aufzulösen, es heisst nicht, eins zu werden mit allem anderen, es heisst nichts, es ist nicht von Bedeutung, denn da ist einfach etwas, es ist – und braucht nicht mehr zu sein.

Der Windhauch des Sommers geht durch mich hindurch und ist nicht mehr zu trennen vom Windhauch meines Atems. Die Autoalarmanlage in der Ferne ist das Mantra, das Ziel, das Heiligtum, die Freiheit und die Leerheit. Auch sie ist einfach – und darf jetzt sein, in mir und ohne mich.

Das Gras wächst auch ohne mich. Und alles wächst aus mir heraus und durch mich hindurch – auch ohne mich.

Transparent werden in der Meditation heisst nicht, ohne Selbst zu sein, leer zu sein, frei zu sein. Es heisst all das nicht, denn all das ist, besteht, hat Bestand und Gestalt in meinem Geist. Keinen Bestand mehr haben, nicht mehr bestehen und doch sein, in einer ewigen Gestalt, in einer ewigen gewaltigen Kraft – vielleicht heisst „es“ das. Und dieses „es“ ist einfach Stille, nichts als Stille.

Was könnte einfacher sein?

“Gehmeditation im Alltag”, von Volker Winkler – im Buchhandel erhältlich oder hier bestellbar: http://ow.ly/JthgF