Erwachte Liebe ist gemeinsame Selbstliebe

X - gemeinsam DE 11-19

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„LIEBE OHNE LEIDEN – ERWACHTE BEZIEHUNGEN“

Erwachen ist nicht die Beseitigung der Illusion, der Schwierigkeiten oder des Leidens. Illusion, Schwierigkeiten und Leiden sind und bleiben Teil des Lebens.

”Werden Sie noch wütend?” wurde der Erwachte gefragt und seine Antwort lautete: ”Ja aber nicht mehr für sehr lange”. Die Wut ist in seinem System nicht unmöglich – aber sie bleibt nicht lang. Das ist der Unterschied.

Warum bleibt die Wut nicht lang im Falle eines erwachten Geistes? Aus drei Gründen: Sie bleibt nicht lang, weil sie erstens sehr bald erkannt wird, weil sie zweitens nicht mit einem ”ich” besetzt wird und weil sie drittens nicht genährt wird. 

Diese drei Schritte sind die wunderbaren Schritte, die wir in einer erwachten Beziehung gemeinsam gehen können. Das ist die große Chance und auch der große gemeinsame Genuss und Spaß. Im vorherigen Kapitel haben wir festgestellt, dass es keinen Spiegel gibt, wie denjenigen, den dein Partner dir bietet, weil er dir immer wieder sehr klar zeigt: ”So liebst du dich” bzw. ”So liebst du dich nicht” (zur Zeit, in diesem Moment, in dieser speziellen Situation). 

Diese Situationen, in denen mein Partner mir spiegelt, dass ich soeben für einen Moment aus der Selbstliebe herausgefallen bin, dass der Denker mich mit sich fortgetragen hat und dass mein verletztes inneres Kind aktiviert wurde, sind die wunderbaren Gelegenheiten, in denen wir gemeinsam die oben genannten drei Schritte durchlaufen können. Zunächst müssen wir uns noch daran erinnern, dies zu tun, mit der Zeit wird es immer mehr ein neuer, gesunder Automatismus der Liebe und Selbstliebe werden.

Nehmen wir folgende Situation als Beispiel: Mein Partner vergisst mich. Er denkt nicht an mich. Er vergisst einen besonderen Anlass (Jahrestag, Geburtstag) oder er vergisst es, mich zu treffen, anzurufen, zu kontaktieren o.ä. 

Zunächst einmal ist mir klar, dass dieses ”Ich werde von meinem Partner vergessen” mich nur deshalb verletzt, weil ich mich selbst vergesse bzw. vergessen habe. Ich denke offenbar generell zu wenig an mich selbst. Ich gebe mir nicht die Aufmerksamkeit, die ich brauche. Jetzt spiegelt mir mein Partner dies. Diese Bewusstheit ist die Grundlage. 

Und nun kann ich gemeinsam mit meinem Partner die drei oben genannten Schritte gehen:

  1. Bewusstheit: Wir erkennen gemeinsam sehr frühzeitig, dass diese Spiegelung stattgefunden hat. Ich sage, was ich fühle (Wut, Traurigkeit über das ”Vergessen werden”) und dass ich ihm/ihr keinen Vorwurf mache, da ich sehe, dass das eigentliche Leiden von mir selbst und in mir verursacht wurde bzw. wird.  Aber es ist uns nun beiden klar, dass einer von uns verletzt ist und es ist auch klar warum. Diese gemeinsame Klarheit nimmt viel Druck, Ungewissheit, Angst und Schmerz aus der Situation.
  2. Nicht-Identifizierung: Diese Verletzung ist nicht wirklich ”meine” Verletzung. Es ist nicht nötig, zu sagen, dass ”ich” verletzt bin. Wer ist hier verletzt? Es ist zum einen mein innerer Denker, mein unbewusster Anteil. Aber der innere Beobachter, die Bewusstheit ist ja auch schon da und richtet bereits das Licht der Liebe auf die ganze Situation. Vor allem aber ist mein inneres Kind verletzt, eine alte Wunde wurde berührt. Aber auch hier ist bereits der innere Erwachsene präsent, der sich liebevoll um das verletzte innere Kind kümmert, indem er ihm sagt: ”Ich bin bei dir und ich bleibe.” Wo soll hier ein ”ich” sein? Es gibt hier ein Zusammenspiel verschiedener Anteile, die alle zu mir gehören und die alle da sein dürfen: Zum einen Unbewusstheit (Denker) und Bewusstheit (Beobachter, innerer Buddha) auf der Geistesebene sowie zum anderen inneres Kind und innerer Erwachsener auf der emotionalen Ebene. Das wichtigste aber ist die Tatsache, dass diese Verletzung und die entsprechenden Emotionen nur sehr vorübergehend in mir sind. Ich ”bin” nicht traurig und wütend. Traurigkeit und Wut sind momentan in mir. Sie werden wieder gehen. Alles ist bisher wieder gegangen. Nichts bleibt. ”Ich bin wütend” scheint zu bedeuten, dass ich eine neue Identität habe. Ich bin offenbar nicht mehr Volker sondern ”ich bin” jetzt ”wütend” oder ”Wut”. Der Satz tut so, als ob ich eine neue Identität hätte. Jeder ”Ich bin…”-Satz ist eine gefährliche Falle und Lüge. Wir können stattdessen gelassen feststellen, dass gewisse Emotionen ”im Moment in mir” sind. Das entdramatisiert die Situation und kommt der Wahrheit deutlich näher.
  3. Heilung: Die Verletzung, die ich mir selbst zufüge und die mir mein Partner nun – zum Glück! – spiegelt, wird nicht fortgesetzt, sie wird nicht gestärkt, am Leben erhalten, gepflegt und zum Wachsen ermutigt. Angst und Wut sind momentan in mir, weil ich mich generell vergesse, weil mein inneres Kind sich vergessen fühlt. Was wünscht das innere Kind sich? Was wünsche ich mir? Mein inneres Kind wünscht sich, nicht vergessen zu werden – und zwar von mir (dem Erwachsenen) selbst! Alse beginne ich sofort damit. Ich schließe die Augen, rufe und treffe mein inneres Kind, trauere mit ihm gemeinsam eine Weile, fühle die Wut gemeinsam mit ihm eine Weile und gebe ihm dann meine Liebe und meine Aufmerksamkeit. Auf der praktischen Ebene des täglichen Lebens werde ich mir selbst ab sofort mehr Aufmerksamkeit geben, werde mir Geschenke machen, werde meine eigenen Jahrestage feiern, von denen niemand etwas weiß, vielleicht werde ich mich selbst zu einem feinen Abendessen in ein sehr gutes Restaurant einladen oder einen schönen Theater- oder Konzertabend mit mir verbringen. Nicht einsam sondern all-ein. Gemeinsam mit mir.  Ich fördere nicht die Verletzung, ich fördere die Heilung. In meinen täglichen Meditationen gehe ich nicht den Gedanken des Leidens nach (den Anklagen und Vorwürfen nach außen, an meinen Partner) sondern ich kehre zum Atem zurück, zum Jetzt, zur Realität. Ich nähre das Leiden nicht – und es kann gehen.

Diese drei Schritte kannst du jedes Mal mit deinem Partner gemeinsam gehen, wenn einer den anderen zu ent-täuschten (!) oder verletzten scheint:

  1. Erkennen, dass es sich um eine Spiegelung handelt.
  2. Diese Spiegelung nicht mit einem ”ich bin” zur scheinbaren neuen Identität erheben.
  3. Die Verletzung nicht nähren sondern gemeinsam den Weg der meditativen Liebe und Selbstheilung gehen, indem ihr auf der Geistesebene den leidhaften Gedanken nicht weiter folgt und auf der emotionalen Ebene liebevoll mit eurem verletzten inneren Kind in Kontakt tretet. 

Missverständnisse, Illusionen, Fehler und leidhafte Automatismen aus der Vergangenheit verschwinden nicht im Falle der ”erwachten Beziehung” aber sie werden jedes Mal zu einem Anlass, die Spiegelung zu erkennen, sich nicht damit zu identifizieren und gemeinsam den Weg der meditativen Selbstliebe zu gehen. So werden Missverständnisse, Illusionen, Fehler und leidhafte Automatismen aus der Vergangenheit jeweils zu Gelegenheiten, gemeinsam Schritt für Schritt und Tag für Tag weiter und tiefer gemeinsam in die Bewusstheit und in die Liebe zu gehen. Das erwachte Paar wir noch immer wütend aber nicht mehr für lange Zeit. Und so werden auch diese Situationen zu einem Genuss, zu wunderbaren Gelegenheiten gemeinsam zu wachsen und gemeinsam die Liebe zu uns selbst zu genießen, zu zelebrieren und zu feiern. 

Erwachte Liebe ist gemeinsame Selbstliebe. 

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Kein Spiegel wie dieser

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W - Spiegel DE 11-19

Da wir unser Leben und unsere Welt mit unseren Gedanken erschaffen, ist die Welt, wie wir sie wahrnehmen, immer ein Spiegel unseres Bewusstseins. Dies mag unserem Verstand und vor allem dem unbewussten Teil unseres Bewusstseins, dem inneren Denker, seltsam erscheinen, da er allein in trennenden Kategorien denkt und deshalb streng zwischen ”mir” und ”meiner Welt” unterscheidet. Aber dies ist die begrenzte, trennende Logik des Denkers, sie hat nichts mit der Realität zu tun. In der Realität ist es unser Bewusstsein, dass erschafft, was wir für die Welt um uns herum halten. 

Wir sind also von Spiegeln umgeben. Spiegel haben einen klaren Nutzen. Sie zeigen uns, was wir selbst – ohne einen Spiegel – nie sehen könnten. Wenn ich mein Gesicht sehen will, brauche ich unbedingt einen Spiegel. Ohne einen Spiegel kann ich mein Gesicht nicht sehen, das ist und bleibt unmöglich. Der Spiegel ist also unverzichtbar und sehr kostbar.

Alles um uns herum ist ein Spiegel unseres Bewusstseins aber einzelne dieser Spiegel haben eine besondere Qualität, weil sie zu uns in einer besonderen Beziehung stehen. 

Manche Spiegel sind besonders denn wir können sie nicht außer Acht lassen. Wir können nicht so tun, als ob sie nicht da wären, wir müssen sie wahrnehmen. Nach meiner Erfahrung als Mensch, als Meditierender und als Therapeut sind es vor allem drei Spiegel, die wir nicht umgehen können und die uns deshalb mit einer gewissen Brutalität in jedem Fall klarmachen, was in uns selbst wirklich los ist:
1. Unser Körper
2. Unser Partner
3. Unsere Kinder  

Diese drei ”besonderen Spiegel” decken unterschiedliche Bereiche unseres Lebens ab. Unser Körper zeigt uns ganz elementar was und wie wir denken, welche Emotionen diese Gedanken generieren und wie diese sich als Körperempfindungen, Symptome und schließlich als Krankheiten manifestieren, wenn wir nicht bereit sind hinzuschauen und uns unsere unbewussten Gedanken bewusst zu machen. Unser Körper zeigt uns also sehr direkt und manchmal ziemlich brutal: ”So denkst du.”

Unser Partner ist der Spiegel, der uns klar macht: ”So liebst du (dich)” und unsere Kinder sind der Spiegel, der uns zeigt: ”Das folgt dir.”

Wenn wir uns die oben aufgeführte Liste der unbewussten Erwartungen an unsere Partner einmal genauer anschauen (siehe Artikel „ERWARTUNGEN SIND DER TOD DES GLÜCKS„) und sie auf ihre Spiegelfunktion hin untersuchen, dann wird schnell deutlich, wie unschätzbar kostbar der Spiegel ist, den dein Partner, deine Partnerschaft im Allgemeinen oder dein Alleinsein für dich darstellt. Erinnern wir uns noch einmal daran, dass die Welt um uns herum – und also auch unser Partner – unser eigenes Bewusstsein spiegelt. Der unbewusste Denker in uns richtet nun den Blick auf ein scheinbares ”Außen” und sucht dort den Schuldigen und die Ursache für den selbst erschaffenen Mangelzustand. Die Spiegelfunktion besteht nun darin, diesen nach außen gerichteten Blick zurück in unser Inneres zu reflektieren. Wir drehen also einfach jede der Erwartungen an den Partner um und richten sie wie folgt an uns selbst:

  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss mich verstehen”.
    Umkehr nach innen: ”Ich darf mich verstehen.”
    Dies bedeutet, dass ich zu wenig Verständnis, zu wenig Geduld, zu wenig liebevolle Nachsicht und zu wenig echtes Interesse für mich selbst aufbringe. Dadurch erschaffe ich einen Mangel an Verständnis in mir und der unbewusste Teil meines Bewusstseins macht dafür den Partner (außen) verantwortlich. Wahr ist, dass der Partner mir – zum Glück – in genau dieser Weise zeigt, welchen Mangel ich in mir selbst erschaffe. Der Partner macht nichts falsch. Im Gegenteil: Nur in dieser Weise kann er mir helfen. Dies hat nichts mit der Frage zu tun, ob das Verhalten des Partners an sich (und für ihn/sie selbst) gut oder richtig ist. Für mich ist es so das einzig richtige, sehr kostbar, unverzichtbar und verdient unbedingt Dank und Wertschätzung. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat Zeit für mich zu haben”.
    Umkehr nach innen: Ich darf Zeit für mich haben.
    Ganz offensichtlich kümmere ich mich nicht oder zu wenig um mich selbst, verbringe keine oder zu wenig Zeit mit mir selbst, weiß wenig oder nichts mit mir selbst anzufangen und projiziere diesen Mangel auf meinem Partner (nach außen). Wieder können wir nur dankbar sein, dass unser Partner uns dies zeigt. Wir machen uns diese unbewusste Erwartungshaltung in uns bewusst und beschäftigen uns mit dem wirklichen Thema: Wieviel Zeit verbringe ich mit mir selbst? Wie viel Zeit habe ich für mich selbst?  
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner darf nur mich lieben.”
    Umkehr nach innen: Ich darf nur mich lieben.
    Wenn ich eifersüchtig darüber wache, dass mein Partner nur mich liebt, dann zeigt das eindeutig, dass ich mich nicht liebe. Ich erschaffe diesen Mangel an Liebe für mich selbst und die Liebe meines Partners wird deshalb zur einzigen Liebe, die ich zu haben glaube und die ich deshalb keinesfalls verlieren darf. Das Thema ist also der Mangel an Selbstliebe und nicht die Möglichkeit, dass mein Partner sich in einen anderen Menschen verliebt. Wenn ich in der Selbstliebe bin, habe ich vor dieser Möglichkeit keine Angst, denn ich habe nichts zu verlieren. Ich liebe mich. Das kann mir keiner nehmen. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat mich zu trösten.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mich mehr trösten.
    Offenbar habe ich ein Gefühl der Traurigkeit in mir und bin nicht bereit, es wirklich zu fühlen und anzunehmen. Deswegen erwarte ich dies von meinem Partner, der dies aber unmöglich leisten kann, wenn ich es nicht selbst zumindest beginne. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat mir Zärtlichkeit zu geben.”
    Umkehr nach innen: Ich darf zärtlicher (liebevoller, nachsichtiger, geduldiger) zu mir sein. Ich darf mir und speziell meinem Körper, meiner Haut und meinen Sinnen mehr sanfte, angenehme, zärtliche Dinge gönnen, wie zum Beispiel ein heißes Bad, das Liegen im warmen Sand am Meer oder eine Massage. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat mir Geschenke zu machen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mir Geschenke machen. Oft. Schöne und teure Geschenke. Nur für mich. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss mich sexuell befriedigen.”
    Umkehr nach innen: Befriedige ich meine Bedürfnisse? Müssen Konflikte und Spannungen in mir befriedet werden? Wie sexy finde ich mich und mein Leben? 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss meine unangenehmen Eigenschaften tolerieren.”
    Umkehr nach innen: Ich darf meine unangenehmen Eigenschaften tolerieren, ohne mich dafür zu verurteilen. Ich darf aufhören, Perfektion von mir selbst zu verlangen.  
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss mich attraktiv finden.”
    Umkehr nach innen: Finde ich mich attraktiv? Wie viel tue ich für meine Attraktivität? Gebe ich meinem Körper, meiner Gesundheit, meiner Kleidung und meinem Aussehen im Allgemeinen die Wertschätzung und Zuwendung, die ich mir von meinem Partner wünsche?
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss sich für die Dinge interessieren, die mich interessieren.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mich für die Dinge interessieren, die mich interessieren. Ohne meinen Partner. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat alle sonstigen Freundschaften oder Interessen der Beziehung zu mir unterzuordnen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf alles Übrige und alle anderen Menschen der Beziehung zu mir selbst unterordnen. Ich darf endlich ganz entschieden der wichtigste Mensch in meinem Leben werden. Ich darf verstehen, dass dies Selbstliebe ist, die allen zugute kommt. Es ist das Gegenteil von Egoismus, es ist die Voraussetzung für Hilfe, Verständnis, Mitgefühl und Liebe zu anderen.
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner muss mir Mut machen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mir (d.h. meinem unsicheren inneren Kind) mehr Mut machen. Ich darf mit dem Gegenteil von Mut, mit der Angst in mir, in Verbindung treten, darf sie fühlen und annehmen. Ich darf das Licht der Selbstliebe in die Dunkelheit meiner Angst richten.
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat mich zu unterstützen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mich selbst unterstützen (weniger verurteilen, weniger von mir fordern, weniger unter Druck setzen, mir selbst gegenüber dankbarer sein, meine kleinen und großen Erfolge wahrnehmen und feiern). 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat an mich zu glauben.”
    Umkehr nach innen: Ich darf endlich an mich glauben. Ich darf mich endlich mit der Frage beschäftigen, welches mein wahres Potenzial, welches mein Ziel und welche meine Träume in diesem Leben sind und darf beginnen, sie täglich in die Tat umzusetzen und so den Glauben an mich selbst täglich wachsen zu lassen.
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat meine Freunde und Familie zu akzeptieren.”
    Umkehr nach innen: Ich darf meine Freunde und Familie akzeptieren, darf die Themen und Konflikte, die ich mit ihnen habe, liebevoll betrachten, die Unbewusstheit darin überwinden, die dadurch generierten Emotionen fühlen und meine eigenen Konflikte mit Freunden und Familie schrittweise mehr und mehr lösen.” 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat mir zu vertrauen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf mir selbst vertrauen. Ich darf erkennen, welche Stimmen des Misstrauens in meinem unbewussten Gedankenfluss sprechen, darf ihnen bewusst zuhören und sie durch die Bewusstheit schrittweise in Vertrauen zu mir selbst verwandeln. 
  • Erwartung nach außen: ”Mein Partner hat an mich zu denken und hat dies in bestimmten Momenten (Geburtstage, Jahrestage) zu beweisen.”
    Umkehr nach innen: Ich darf häufig an mich selbst denken, darf mich immer wieder daran erinnern, dass ich selbst der wichtigste Mensch in meinem Leben bin und darf diese Liebe zu mir selbst in bestimmten Momenten auch feiern und zelebrieren.

Dies ist das Ergebnis der Verwandlung von Unbewusstheit in Bewusstheit.
Dies sind die Feststellungen desjenigen Teils unseres Bewusstseins, den ich den inneren Buddha oder den Beobachter in uns nenne und den wir in unserer täglichen Meditationspraxis systematisch trainieren und stärken. Wie wir sehen, bleibt von den unbewussten Erwartungen der ersten Liste nichts übrig. Keine jener Erwartungen war richtig, wahr oder hilfreich. Die erste Liste war ohne Ausnahme eine Lügenliste. Jede dieser Erwartungen an deinen Partner war in Wahrheit eine liebevolle Einladung des Lebens an dich, die Mangelzustände zu erkennen, die dein unbewusstes Denken in dir selbst erschafft. 

Stattdessen haben wir jetzt eine neue Liste von hochinteressanten Tatsachen über uns selbst und wissen mit ihrer Hilfe sofort sehr genau, worum es geht und was wir tun können. Dies alles haben wir unserem Partner oder unserem Alleinsein zu verdanken, genau so wie er/sie/es ist und nicht anders. Dein Partner, deine Partnerschaft oder dein Alleinsein sind – genauso wie sie sind und nicht anders – ein unschätzbar wertvoller und perfekter Spiegel, der nie fehl gehen kann, der dir nichts falsches über dich zeigen kann. 

Es gibt keinen Spiegel wie diesen. Sei dankbar, schau hinein und entdecke die Selbstliebe, dann wird der Spiegel dir sehr bald eine schöne und wohltuende Antwort geben und sie wird immer lauten: ”So liebst du dich selbst.”

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Selbst-Liebe und Selbst-Angst

Selbst-Liebe und Selbst-Angst

WEBINAR „SELBSTLIEBE IST MÖGLICH (UND WUNDERSCHÖN!)“ 
AM 17.9. UM 20 UHR – ANMELDUNG HIER

Angst entsteht durch deinen unbewussten Gedankenstrom, durch den Denker in dir. Sie sitzt also in deinem Verstand, in deinem Kopf. Die Liebe residiert an einem anderen Ort, in deinem Herzen. Die Polarität von Angst und Liebe spiegelt sich also in uns als eine Polarität zweier Körperregionen: des Kopfes und des Herzens. Zwischen dem Kopf und dem Herzen liegen zwei Körperbereiche, die für Selbstliebe entscheidend sind: das so genannte dritte Auge zwischen deinen beiden physischen Augen und der Mund und Rachenraum. 

Das so genannte dritte Auge gilt in den östlichen Traditionen als das energetische Zentrum deiner Einsicht, deines nach innen gerichteten Blickes und deiner Weisheit.

Der Mund und Rachenraum ist einerseits der Ort deiner Atmung und andererseits der Ort deines Ausdrucks, deiner sprachlichen Kommunikation mit der Welt. Der Atem repräsentiert den Austausch, den Kontakt, die unweigerliche permanente Verbindung mit allem, was dich umgibt. Der Atem ist Verbindung und somit Liebe. Dein sprachlicher Ausdruck geschieht über den Atem und geschieht somit naturgemäß im Rahmen deines Austausches und deiner Verbindung mit der Welt, im Rahmen der Liebe. 

Wenn wir als kleine Kinder die Lektion lernen, dass Liebe nicht jederzeit und unbegrenzt verfügbar ist, dass wir nicht jederzeit und unbegrenzt lieben dürfen und geliebt werden, dann bewegen wir uns weg von Herzen und in den Verstand, in die Heimat des Denkers in dir, die Heimat der Angst.

Wenn wir heute diesen Weg zurück gehen wollen, wenn wir zurückkehren wollen in die Liebe, dann führt unser Weg beginnend beim Verstand notwendigerweise durch die Weisheit des dritten Auges, durch den Ausdruck und die liebevolle Verbindung des Mundes zum Herzen zurück.

Dies bedeutet, dass wir zwei oder besser drei entscheidende Fähigkeiten erlernen dürfen, um den Weg heraus aus der Angst und hinein in die (Selbst-)Liebe gehen zu können: die Fähigkeit nach innen zu sehen und Weisheit zu entwickeln (Meditation) und die Fähigkeit eines klaren und kraftvollen Ausdrucks, der Teil unseres Atems ist, Teil unserer Verbindung mit allem und allen, Teil unserer Liebe. Wir dürfen meditieren lernen, atmen lernen und unseren liebevollen und kraftvollen Ausdruck wieder entdecken. 

Die Meditation führt uns heraus aus der Angst unserer unbewussten Gedanken. Der Atem für uns hinein in die tiefe und liebevolle Verbindung mit allem, was ist. Der kraftvolle Ausdruck ermöglicht uns, den anderen zu sagen: ”Ich handle so – denn so ist es für mich ein Ausdruck meiner Selbstliebe, ein Ausdruck meiner Liebe.”

Selbst-Angst entsteht durch die Dominanz eines unbewussten Verstandes, durch einen vergessenen, blockierten und unterdrückten Selbst-Ausdruck, durch mangelnde Verbindung und durch die Abwesenheit von Weisheit, von Einsicht und Meditation.

Wir haben unser Herz schon sehr früh verschlossen und der Liebe nicht mehr vertraut. Uns schien es, als ob nur der Verstand noch eine Lösung bieten konnte. So sind wir den Weg des Verstandes gegangen, den Weg der zehntausend unbewussten Gedanken, den Weg des Leidens. Jetzt gehen wir zurück. Und unser Weg zurück, unser Heimweg zum Herzen führt nun vorbei am dritten Auge, wo wir beginnen, nach ihnen zu schauen: Wir nehmen die Einladung an, wir lernen zu meditieren. 

Die Einsicht und Weisheit der Meditation öffnet den Weg zum Herzen. Und auf diesem Weg fortschreitend begegnen wir nun dem Atem, dem großen Lehrer der Verbindung, des Kontaktes, des Austausches und der Liebe. In der Meditation kann ich jetzt mit Hilfe dieses großen Lehrers, mit Hilfe des Atems die Liebe und die Verbindung jeden Tag als tiefe Realität erfahren und ihnen mehr und mehr vertrauen. 

Je mehr ich der Liebe vertraue und erkenne, dass Liebe notwendigerweise zuerst und vor allem Selbstliebe ist, desto besser kann ich sprechen. Mein kraftvoller Ausdruck spricht den anderen von Liebe und Verbindung, von Selbstliebe und von meinem Weg – aber er ist nie gegen die anderen gerichtet. Dies ist nicht möglich. Liebe kann nicht gegen etwas oder gegen jemanden gerichtet sein.

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Was wäre, wenn jeder sich selbst lieben würde?

Was wäre, wenn jeder sich selbst lieben würde?

Selbstliebe ist die tägliche, ständige und wiederholte Entscheidung für dich selbst. Selbstliebe bedeutet, dass du den Tag mit der Entscheidung beginnst, dass es heute nichts Wichtigeres gibt, als dass du einen möglichst schönen Tag hast. Selbstliebe heißt, dass du deine Bedürfnisse, deine Wünsche und Ziele an die erste Stelle auf der Liste der Prioritäten setzt. Selbstliebe ist der Ausdruck der Liebe als der großen Kraft in diesem Universum in dir, durch deine Person, in deinen Gedanken, Worten, Handlungen und Emotionen. In der Selbstliebe erblüht die Liebe des Universums – oder die Liebe Gottes – in einer Manifestation: in dir. Deshalb ist Selbstliebe nichts Besonderes und keine außergewöhnliche Leistung. Sie ist der gesunde und natürliche Zustand des Menschen, zu ihr gibt es keine Alternative, es gibt nur die andere Polarität: die Angst. Der Selbstliebe steht die Selbst-Angst gegenüber, die Angst, deine Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen, die Angst, dich für dich selbst zu entscheiden, die Angst, deine Person zu einem Ausdruck der großen universellen Liebe zu machen, die Angst zu leben. Diese Angst ist heute der traurige und weit verbreitete Allgemeinzustand. Aber an diesem Zustand ist nichts ”normal”.

Selbstliebe hat nicht das Geringste mit Egoismus zu tun. Selbstliebe geht nie auf Kosten anderer, auch wenn es manchmal – besonders anfangs – so erscheinen mag. Selbstliebe ist bereits die Liebe an sich, die universelle Liebe und somit die Liebe für alles andere und alle anderen. Selbstliebe ist der notwendige erste Schritt, das erste Zeichen der Manifestation, auf das dann notwendigerweise Schritte und Zeichen der Liebe für andere folgen müssen.  

Selbstliebe bedeutet, dass mein Glück nicht mehr von anderen abhängt, dass ich mein Glück nicht mehr bei anderen suche, dass ich die anderen mit meiner Bedürftigkeit nicht mehr belaste, dass ich von den anderen endlich nichts mehr verlange, dass ich somit die anderen in Ruhe lasse, dass ich den anderen ihren Weg zutraue, dass ich Vertrauen in die anderen habe, so wie ich Vertrauen in mich habe, dass meine Liebe für mich selbst in die Richtung der anderen ausstrahlt und ihnen hilft, sich nun auch selbst mehr zu lieben. 

Wenn jeder sich selbst lieben würde, wenn jeder sich selbst an die erste Stelle auf der Liste der Prioritäten setzen würde, wenn jeder sich am Morgen für sich selbst entscheiden würde, dann lebten wir im Paradies. 

Wenn niemand mehr sein Glück in der Beachtung, Anerkennung und Liebe anderer suchen würde, dann würde ein Zustand an Glück, Freude und Frieden möglich werden, der für uns heute schwer denkbar ist. 

Das Bewusstsein auf diesem Planeten bewegt sich entschieden in die Richtung dieses Zustandes und einzelne von uns kennen und erleben ihn bereits. Willst du dazu gehören? Es ist nicht schwer. Entscheide dich für dich selbst. Das ist alles.

GRATIS WEBINAR „SELBSTLIEBE IST MÖGLICH“ AM 17.9. UM 20.00 UHR – ANMELDUNG HIER

WEBINAR 17.9.19 – 20-21.30 UHR: „SELBSTLIEBE IST MÖGLICH (und wunderschön!)“

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Bist du dir selbst dein bester Freund oder deine beste Freundin? Behandelst du dich selbst mit Respekt, Dankbarkeit und Wertschätzung? Genießt du Zeit mit dir selbst? Bist du daran gewöhnt, dir oft Geschenke zu machen und deine eigenen Bedürfnisse an die erste Stelle zu setzen? Ist die Umsetzung deiner Träume und Ziele die erste Priorität für dich?

Ich wusste selbst lange nicht, wie all dies möglich sein soll und behandelte mich ohne viel Aufmerksamkeit und Liebe. Doch dann wurde der Wandel möglich, mit Hilfe der Meditation entdeckte ich mich selbst und wurde mir selbst mein bester Freund, sodass ich diese Fähigkeit auch als Meditationslehrer und Therapeut immer mehr in meine Lehre und Hilfe für andere integrierte. Heute weiß ich:  Selbstliebe ist ein unverzichtbarer Bestandteil jedes Heilungs- und Transformationsprozesses.

Wir sind normalerweise daran gewöhnt, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Liebe außen zu suchen. Ja, wir suchen Liebe nicht nicht nur außen, wir erkaufen sie regelrecht, indem wir unser Verhalten den vermeintlichen Bedürfnissen der anderen anpassen. Dabei geraten wir selbst immer mehr in den Hintergrund, bis wir – meistens jenseits der vierzig – durch Krankheiten,Trennungen oder Verluste daran erinnert werden, dass wir uns jetzt auch und vor allem um uns selbst kümmern dürfen.

Meine Erfahrung ist: Seitdem ich mich selbst liebe, liebe ich dieses Leben. Weil ich meine Bedürfnisse an die erste Stelle setze, kann ich wirklich anderen helfen. Da ich mir oft Geschenke mache und es liebe, Zeit mit mir selbst zu verbringen, kann ich die Zeit gemeinsam mit anderen wirklich genießen. Richtig verstandene Selbstliebe ist auch die konsequente Umsetzung der Nicht-Selbst Lehre aus der buddhistischen Tradition.

Es ist nicht schwer, jeden Tag schrittweise mehr Selbstliebe mit Hilfe der TALO-Meditation zu entfalten und vielen Teilnehmern unserer Webinars, Kurse und Therapiesitzungen ist dies bereits gelungen.

In den eineinhalb Stunden dieses Gratis-Webinars werden wir uns mit folgenden Fragen und Meditationstechniken beschäftigen, die du anschließend in deine eigene Praxis einbauen kannst:

  • Wie erschaffst du im Bewusstsein dein falsches Selbst und wie kannst du deine wahre Natur entdecken und erleben?
  • Wie kannst du meditative und praktische Liebe, Wertschätzung und Dankbarkeit für dein inneres Kind entwickeln und leben?
  • Dein Selbst und dein Bewusstsein als Bestandteil des einen Lebens und des einen Bewusstseins

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