Höre auf, das Richtige zu tun

Höre auf, das Richtige zu tun

Umstellt von drängenden Aufrufen zur sofortigen Weltverbesserung entscheidest du, nicht mehr das Richtige tun zu müssen. Du ent-scheidest, denn du unter-scheidest nicht mehr, trennst dich nicht mehr ab, trennst nichts mehr ab von dir Selbst – und bist frei.

Die Grenze fällt. Du siehst nach draußen und stellst fest: auch das bin ich. All das ist „ich“. Auch und besonders das Schlechte da draußen: ich. Nichts als ich.

Wenn dieses Leben ein Traum ist, aus dem es zu erwachen gilt, dann hilfst du niemandem, wenn du seinen Traum verbesserst. Das Richtige, das Gute – es ist die eine Hälfte nur, die eine Seite nur des Ganzen.

Ganz werden, heil werden, eins werden. Hineinnehmen, aufnehmen und nichts mehr außen bekämpfen, weil innen alles dazu gehört, auch und besonders das Falsche, das Grauen, der Schatten.

Das Gute und Richtige tun – und den Schatten verleugnen und verstecken bis er hervorbricht – unter den Guten! – als das Fallbeil der Jakobiner, in den Straflagern der Gerechten.

Oder Eins-werden und annehmen in der Stille, im Selbst, das alles ist – und deshalb nichts mehr sein und nichts mehr werden oder verbessern muss. Ein neues Bewusstsein wird diesen Planeten retten – nicht die Beseitigung aller Missstände. Die Stille ist der Ort der Heilung, der Ganzwerdung, die Stille in dir, die alles annehmen will.